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Innovative Weiterentwicklung der Schwerelottechnik

Ref-Nr: TA-PVA9503


Kurzfassung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur meeresgeologischen Probennahme, welche auch als Schwerelot bezeichnet wird. Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfache Vorrichtung zu schaffen, welche das Schwerelot zuvearlässig abdichtet, so dass beim Heraufholen ein Unterdruck im Liner entsteht und damit eine Entlastung des Kernfängers und ein besserer Probenhalt im Rohr ermöglicht wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur meeresgeologischen Probennahme besteht aus einem senkrecht ausgerichteten, zylindrischen Mantelrohr, in welchem ein Kernrohr in Form eines Liners angeordnet ist. Das Mantelrohr ist mit einer automatische Verschlusseinrichtung und einem Gewichtssatz, welcher auf die obere Hälfte des Mantelrohrs geschoben ist, verbunden. Die Verschlusseinrichtung enthält einen Dichtungsverschluss, welcher als ein kappenartiges, mit einer durchgehenden, verschließbaren axialen Öffnung versehenes Formteil ausgeführt ist und oberhalb des Gewichtssatzes einerseits an der Außenwand des Mantelrohrs direkt anliegt und andererseits an der Innenwand des in dem Mantelrohr angeordneten Liners dichtend anliegt.


Hintergrund

Durch ein neues Bauprinzip wird gewährleistet, dass der Bohrkern das Sediment vollständig inklusive weicher Oberflächenschichten darstellt.
Die Meeresgeologie findet in Sedimentkernen des Meeresbodens umfangreiche Archive, die Auskunft geben, wie sich die biotischen und abiotischen Gegebenheiten an der Probennahmestation über die vergangenen Zeitalter entwickelt haben. Dabei spielen gerade in der Ostsee die jüngeren Schichten eine entscheidende Rolle, die aber zumeist aus sehr weichem, schlammigem Material bestehen.


Problemstellung

Mit der bisher vorhandenen Technik sackte in weichen Oberflächenschichten der Gewichtsträger beim Eindringen in das Sediment häufig mit ein und die im Rohr des Gewichtsatzes verbleibende Sedimentoberfläche wurde später aus-gespült. Die Klappe am oberen Ende üblicher Schwerelote verhindert lediglich das Durchströmen des Wassers beim Hieven, wobei aber kein Unterdruck erzeugt wird. Im bisherigen routinemäßigen meeresgeologischen Einsatz findet man zurzeit verschiedene Ausführungen von Schwereloten zur Verfügung. Der-zeit finden für diese Aufgabe Geräte, wie Multicorer und Rumohr- oder Niemestö-Lote Anwendung.


Lösung

Die hier vorgestellt Weiterentwicklung ermöglicht die weitestgehende Mitnahme der Oberflächenschicht bei der Weichsedimentbeprobung per Schwerelot. Durch die Erzeugung eines Unter-druckes im Linerrohr wird der Kernfänger entlastet und ein besserer Probenhalt im Rohr gewährleistet.
Die beschriebene Verbesserung wird ermöglicht durch das Durchführen des Mantelrohres samt PVC-Liner durch den Gewichtssatz. Dabei sitzt der Verschluss mit der Unterdruckklappe direkt auf dem Liner. Die Neuerung der vorgestellten Erfindung bezieht sich direkt auf den konstruktiven Aufbau eines Schwerelo-tes. Bei üblichen Schwerelotausführun-gen wird an den Gewichtssatz, welcher das Eigengewicht den Eindringvorgang ausübt und gleichzeitig die Halterung für das Bergungsseil beinhaltet, von unten ein Probenrohr zur Aufnahme von Sedi-menten angefügt. Die Weiterentwicklung sieht nun wie oben beschrieben eine Verbindung des Gewichtsatzes mit dem Probenrohr vor. Auf diese Weise kann eine komplette Probe mit Oberflächen-schicht geborgen werden.


Vorteile

  • Kompletter Bohrkern samt weichem
  • Oberflächensediment bleibt erhalten.

Anwendungsbereiche

  • Meeresgeologie
  • Meerestechnik

Service

  • Verkauf
  • Lizenzierung
  • Entwicklungskooperation

PVA Mecklenburg-Vorpommern AG

Christian Tholen
+49 381 497474-38
c.tholen@pva-mv.de
www.pva-mv.de
Adresse
Gerhart-Hauptmann-Straße 23
18055 Rostock



Entwicklungsstand

Marktreife


Patentsituation

  • DE 10 2014 112 598 erteilt

Stichworte

Schwerelot, Bohrkern, Sediment, Meeresgeologie

Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr