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Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Futtermittel


Kurzfassung

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung und ein Verfahren zum Behandeln von Futtermittel, dessen Neuerung darin besteht, einen biologischen Hydrolyseprozess zur Aufbereitung von Futtermitteln nutzbar zu machen, um natürliche Pflanzenabwehrstoffe wie antinutritive Substanzen zu entfernen.


Hintergrund

Pflanzen besitzen natürliche Abwehrstoffe, um sich beispielsweise gegen Fressfeinde zu schützen. Kommt nun Pflanzenmaterial als Futtermittel für Nutz- oder Haustiere zum Einsatz, können derartige antinutritive Substanzen die Futtermittelaufnahme beeinträchtigen.


Problemstellung

Antinutritiven Substanzen führen in Futtermitteln zu einer Qualitätsminderung und verringerten Futtermittelausnutzung.

Es existieren zwar verschiedene Beschreibungen und wissenschaftliche Publikationen, die Verfahren zur Verringerung der antinutritiven Substanzen aufzeigen. Extrusion, Anwendung von Dampf oder trockener Hitze, Wasser zum Ausschwemmen, Auskochen, Rösten, Keimung, Fermentierung wären Beispiele für derartige Verfahren. Die Nachteile dieser Verfahren liegen darin, dass manchmal die Effizienz der Gifteliminierung zu niedrig ist, diese Verfahren zu viel Energie benötigen oder zu kostenintensiv sind. Letzteres betrifft die Gifteliminierung mit Hilfe von Enzymen, die jedoch gute Ergebnisse zeigten.


Lösung

Die Neuerung der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen biologischen Hydrolyseprozess zur Aufbereitung von Futtermitteln nutzbar zu machen, um natürliche Pflanzenabwehrstoffe wie antinutritive Substanzen zu entfernen.

Der Kern der Erfindung stellt die unter solchen Bedingungen gesteuerte Hydrolysereaktion dar. Die von Mikroorganismen produzierten Enzyme liegen dadurch in ungewöhnlich hohen Mengen vor und reichen somit aus, die in dem Futtermittel nur in einer begrenzten Menge enthaltenen Abwehrstoffe, vollständig zu binden. Diese sind dann für das Tier nicht mehr wahrnehmbar und verdauungsbehindernd. Zudem dient die Implementierung einer Sensortechnik der Überwachung relevanter Prozessgrößen der Hydrolyse, um den Prozess anhand festgelegter Abbruchkriterien im optimalen Moment zu beenden. Das Ziel ist es, die größtmögliche Menge an kritischen Inhaltstoffen zu entfernen.


Vorteile

  • Verbesserte Futtermittelverträglichkeit und -qualität
  • Ertragssteigerung bei Ausnutzung des Futtermittels
  • Kosteneinsparungen bei Einkauf und Transport
  • Nutzung weiterer Proteinpflanzen als Futtermittel

Anwendungsbereiche

  • Agratechnologie

Service

  • Verkauf
  • Lizenzierung
  • Entwicklungskooperation

PVA Mecklenburg-Vorpommern AG

Christian Tholen
+49 381 497474-38
c.tholen@pva-mv.de
www.pva-mv.de
Adresse
Gerhart-Hauptmann-Straße 23
18055 Rostock



Entwicklungsstand

Machbarkeit


Patentsituation

  • DE 10 2013 111 947 erteilt
  • WO 000 2015 063 149 anhängig

Stichworte

Futtermittel, Agrartechnologie, Verfahrenstechnik, Pflanzen, Behandlung, Aufbereitung, Hydrolyseprozess, Pflanzenabwehrstoffe, antinutritive Substanzen, Enzyme, Mikroorganismen, Abwehrstoffe, Sensortechnik Futtermittelverträglichkeit, Proteinpflanzen

Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr