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Biogasanlage mit Biokohlefiltereinrichtung


Kurzfassung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Biogasanlage mit mindestens einem Biogasreaktor, in welchem ein gasförmiges Erzeugnis bereitgestellt wird, und mindestens einer Filtereinrichtung, welche Wertstoff aus gasförmigem Erzeugnis der Biogasanlage und/oder des mindestens einen Biogasreaktors zu filtern vermag, wobei die Filtereinrichtung Biokohle umfasst, welche Wertstoff anzusammeln vermag. Die Erfindung betrifft außerdem entsprechende Einrichtungen und Verfahren.


Hintergrund

Während der Biogasproduktion sowie im entstehenden Biogas, aber auch in anderen biologischen und landwirtschaftlichen Prozessen entstehen unerwünschte, nicht vermeidbare Prozessendprodukte oder sogar schädliche Stoffe. Wenn diese Stoffe beispielsweise Schwefel-, Phosphor- und Stickstoffverbindungen enthalten, besteht die Notwendigkeit, diese ordnungsgemäß zu entsorgen. Es ist aber auch sinnvoll, sie herauszufiltern. 

Da diese Stoffe als Düngermaterialien oder Brennstoff Verwendung finden können, wäre deren Separation mit einer geeigneten Filtereinrichtung und entsprechende Verwendung sinnvoll.


Problemstellung

Stickstoff-, Phosphor- und Schwefel-Verbindungen, die bei landwirtschaftlichen Prozessen oder der Biogasproduktion anfallen, sind sowohl in Flüssigkeiten als auch in Gasen vorhanden. Diese Verbindungen können Probleme in der Umwelt, aber auch wirtschaftlicher Art verursachen. Bei Gasgemischen sind dies andere Probleme als bei Flüssigkeiten. Bei Gasen, wie der Stallluft, können diese Stoffe durch das diffuse Übertreten in die Luft zu einer unkontrollierten Beeinflussung der Umgebung führen. Darüber hinaus können sie bei der Biogasverbrennung Motorschäden hervorrufen. In flüssiger Form führt der hohe Wasseranteil zu hohen Aufwendungen an Transportenergie der eigentlichen als Dünger wirksamen Bestandteile. Bisher existieren keine Ansätze, diese Verbindungen in fester und konzentrierter Form als nützliche Brennstoffe oder Düngemittel zu verwenden


Lösung

Die wesentliche Neuerung der vorliegenden Erfindung ist der Einsatz von speziellen Kohlefiltern, um die Stoffe zu binden. Solch eine karbonisierte Biomasse (Biokohle) entsteht durch die Verkohlung von biologischem Material. Durch die differente Justierung von Druck und Temperatur sowie weiterer chemischer Beeinflussungen können insbesondere Eigenschaften, wie Porosität, Korn- oder Strukturgröße, der Biokohle eingestellt werden. Somit können gezielt bestimmte Wertstoffe angereichert oder gefiltert werden. Die Biokohle, welche die Wertstoffe enthält, kann im Folgenden gezielt verarbeitet und als hochwertiger transportabler Dünger zum Einsatz kommen.


Vorteile

  • selektive Filterung und Verdichtung der Verbindungen
  • weitere Verwertung des gesättigten Biokohlefilters als Düngemittel, Düngemittelbestandteil oder als Brennstoff
  • Kostenvorteil gegenüber anderen Düngerformen durch höhere Konzentration der Wertstoffe
  • Vereinfachter Transport

Anwendungsbereiche

  • Agrartechnologie
  • Verfahrenstechnik

Service

  • Verkauf
  • Lizenzvertrag
  • Entwicklungskooperation

PVA Mecklenburg-Vorpommern AG

Christian Tholen
+49 381 497474-38
c.tholen@pva-mv.de
www.pva-mv.de
Adresse
Gerhart-Hauptmann-Straße 23
18055 Rostock



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • DE 10 2013 112 069 anhängig

Stichworte

Biogas, Biomasse, Biogasanlage, Methan, Filterung, Verdichtung, karbonisierte Biokohle, Biomasse

Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr