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Verfahren zur Erkennung von stauähnlichen Effekten auf Seeverkehrsstraßen


Kurzfassung

Die vorliegende Erfindung stellt ein Modul zur Verfügung, welches AIS-Daten auswertet und in gängigen elektronischen Seekarten von Schiffen implementiert werden kann. Hierdurch ist es möglich, für ein definiertes Zielgebiet Prognosen über die zu erwartende Schiffsverkehrsdichte aufzustellen, woraus sich Geschwindigkeitsreduzierungen ableiten lassen. Die Schiffsführung kann auf Basis dieser Daten Maßnahmen hinsichtlich der Schiffsleistung vornehmen und somit zu einem effizienteren Ressourcenverbrauch beitragen.


Hintergrund

Navigationssysteme sind ein fester Be-standteil im Bereich der Seefahrt und ermöglichen eine zielgerichtete Routenführung, welche größtenteils auf der GPS-Technik basiert. GPS Positions-informationen finden auch im Automatic Identification System (AIS) Verwendung. Dieses funktioniert mithilfe von zwei extra reservierten UKW-Kanälen, auf denen abwechselnd kleine digitale Datensätze gesendet und somit die aktuelle Position, Geschwindigkeit, Richtung und andere Informationen an Schiffe in der Umgebung übermittelt werden. Diese Daten sind für einen Großteil von Seeschiffen verbindlich auszustrahlen und können von anderen Schiffen im selben Gebiet empfangen werden.


Problemstellung

In Analogie zum Straßenverkehr kommt es beispielsweise in Meerengen, querschnittsbeschränkten Wasserstraßen und Hafeneinfahrten zu stauähnlichen Effekten. Eine größere Anzahl zeitnah einfahrender Schiffe kann somit zu Verzögerungen im Verkehrsfluss auf den Seestraßen führen. Eine Fahrwasserquerschnitttsbeschränkung kann auch durch einen Seeunfall oder Baumaßnahmen an der Infra- und Suptrastruktur auftreten. Hieraus resultieren wiederum finanzielle Mehrbelastungen aufgrund von notwendigen Geschwindigkeitsanpassungen sowie längerer Fahrt- bzw. späterer Ankunftszeiten.


Lösung

Mittels der vorliegenden Erfindung ist es möglich, für ein definiertes Zielgebiet Prognosen über die zu erwartende Schiffsverkehrsdichte aufzustellen, woraus sich Geschwindigkeitsreduzierungen ableiten lassen. Hierfür wird ein Modul bereitgestellt, welches AIS-Daten auswertet und in gängigen elektronischen Seekarten von Schiffen implementiert werden kann. Mit einem Vorsprung von etwa 30 bis 60 Mi-nuten ist es bei bestehender Internetverbindung möglich, die Verkehrsstromgeschwindigkeit der Seefahrzeuge in dem entsprechenden Gebiet zu ermitteln. Die Schiffsführung kann auf Basis dieser Daten Maßnahmen hinsichtlich der Schiffsleistung vornehmen und somit zu einem effizienteren Ressourcenverbrauch beitragen.


Vorteile

  • Prognostizierung von erhöhten Ver-kehrsdichten im maritimen Sektor
  • Einfache Implementierung in beste-hende Schiffstechnik
  • Optimierter Verbrauch durch geziel-te Geschwindigkeitsanpassung
  • Verbessertes Zeitmanagement

Anwendungsbereiche

  • Schiffstechnik
  • Datenübermittlung
  • Navigationstechnik

Service

  • Verkauf
  • Lizenzierung
  • Entwicklungskooperation

PVA Mecklenburg-Vorpommern AG

Christian Tholen
+49 381 497474-38
c.tholen@pva-mv.de
www.pva-mv.de
Adresse
Gerhart-Hauptmann-Straße 23
18055 Rostock



Patentsituation

  • DE 10 2015 224 830 anhängig

Stichworte

Navigationssystem, Seefahrt, GPS, AIS, UKW, Straßenverkehr, Schiffsverkehr, Seekarten, Schiffstechnik, Logistik

Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr