Skip to main content

Rein optisches Image-Scanning-Mikroskop


Kurzfassung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren, das es erlaubt die hochauflösende Image Scanning Microscopy rein optisch durchzuführen. Das Verfahren kann mit sehr wenigen optischen Komponenten durchgeführt werden und ist zur Nachrüstung an bestehende Mikroskope geeignet. Auch für die 2-Photon Mikroskopie kann das Verfahren eingesetzt werden.


Hintergrund

Die Erfindung ermöglicht es, Image-Scanning-Mikroskopie (ISM) auf einfache Weise rein optisch durchzuführen. Das aufgenommene Bild muss nicht mehr aus vielen einzelnen Aufnahmen am Computer rekonstruiert werden, sondern entsteht direkt auf dem Kamerachip. Die Erfindung ist sowohl für konfokale Mikroskope als auch für die 2-Photonen-Mikroskopie geeignet.


Bilder & Videos


Problemstellung

Image-Scanning-Mikroskopie ist ein Verfahren, das in den letzten Jahren entwickelt wurde und die laterale Auflösung um etwa einen Faktor 1.6 im Vergleich zu konfokalen Laser-Scanning-Mikroskopen (cLSM) verbessern kann. Das Verfahren basiert auf einem ähnlichen Prinzip wie die Auflösungsverbesserung durch strukturierte Beleuchtung.

Der Nachteil von ISM bestand bislang darin, dass für jede Rasterposition des Anregungslasers ein Bild auf dem Kamerachip ausgelesen werden musste. Anschließend wurde aus diesen Aufnahmen das finale Bild errechnet. Zwar lieferte ISM so eine deutlich höhere Auflösung als cLSM Setups, war aber auch wesentlich langsamer.

Einige neuere Entwicklungen haben gezeigt, dass es möglich ist ISM auch rein optisch durchzuführen (Optical Photon Reassignment - OPRA). Allerdings ist der apparative Aufwand von OPRA hoch und es ist schwierig, dies an bestehenden cLSM Setups nachzurüsten. Darüber hinaus sind bisherige Ausführungsformen von rein optischen ISM Verfahren nur sehr bedingt für die 2-Photonen-Mikroskopie geeignet, da sich Anregungs- und Emissionslicht einen Strahlengang teilen - gegenwärtig sind aber Optiken, die sowohl für infrarotes als auch für sichtbares Licht optimiert sind, nicht verfügbar.


Lösung

Das erfindungsgemäße ISM Verfahren vermeidet die dargestellten Nachteile, indem das vollständige Bild bereits auf dem Kamerachip erzeugt wird. Dadurch entfällt sowohl die computergestützte Rekonstruktion, als auch die Notwendigkeit den Kamerachip für jede Scanposition auszulesen. Das Verfahren ist dadurch deutlich schneller.

Im Vergleich zu bisherigen, rein optischen Umsetzungen der ISM-Grundidee, wird ISM hier verwirklicht, indem der Abstand zwischen zwei Scanpositionen auf dem Kamerachip verdoppelt wird. Es reicht daher aus, das Emissionslicht ein zweites Mal mit einem weiteren Scanspiegel unter dem doppelten Winkel abzulenken. Es ist aber sogar möglich auf diesen zweiten Scanspiegel zu verzichten und für die zusätzliche Ablenkung den ursprünglichen Scanspiegel zu nutzen, beispielsweise indem der Ausbreitungswinkel des Emissionslichtes mit Hilfe einer 2f-Optik umgekehrt wird. Dadurch kann das Verfahren mit einem Minimum an zusätzlichen optischen Komponenten (Strahlteiler und zwei Linsen) realisiert werden. Es ist somit ideal geeignet um bestehende cLSM Setups auf einfache Weise zu ergänzen.

Darüber hinaus kann der Emissionsstrahlengang auch von dem Anregungsstrahlengang entkoppelt werden. Die Optiken des Emissionsstrahlenganges können dadurch auf die Emissionswellenlänge optimiert werden. Diese Umsetzung eignet sich somit besonders für die 2-Photonen-Mikroskopie.


Vorteile

Zusätzlich zu der für ISM typischen Auflösungsverbesserung um den Faktor 1.6, die erzielt wird ohne weitere Einschränkungen des Setups, etwa auf bestimmte Fluorophore, bietet das hier vorgestellte Verfahren folgende Vorteile:

 

  •  Rein optische Umsetzung, die Integration erfolgt bereits vollständig auf dem Kamerachip
      => Hohe Bildwiederholungsraten.

  • Nur wenige zusätzliche optische Komponenten notwendig
     => Bestehende cLSM Systeme können leicht nachgerüstet werden ohne deren normalen Funktionsmodus einzuschränken.

  • Kein zweiter Scanspiegel notwendig
     => Keine Synchronisationsprobleme der Scanner.

  • Anregung und Emission können entkoppelt werden
     => Einfachere Justage.
     => System ist auch für die 2-Photonen-Mikroskopie geeignet.

Anwendungsbereiche

Hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie. Sowohl als Ergänzung für konfokale Laser-Scanning-Mikroskope als auch für die 2-Photonen-Mikroskopie. Bestehende Systeme können leicht durch ein Umlenkmodul nachgerüstet werden.


MBM ScienceBridge GmbH

Dr. Tilmann Götze
0551-30724 159
tgoetze@sciencebridge.de
www.sciencebridge.de
Adresse
Hans-Adolf-Krebs-Weg 1
37077 Göttingen



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • DE DE102013017468A1 erteilt
  • US US20160246042A1 erteilt

Stichworte

MBM ScienceBridge GmbH, Technologieangebot, Technologietransfer, Georg-August-Universität Göttingen, Mikroskopie, Konfokal, Fluoreszenz, LSM, ISM, Image Scanning Microscopy, hoch auflösend, super resolution

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr