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Eine neue Antibiotika-Klasse gegen gram-positive Bakterien


Kurzfassung

Wir haben einen Stamm des natürlich vorkommenden human-assoziierten Bakteriums Staphylococcus lugdunensis (S. lugdunensis IVK28 wild type) als Antibiotikum-Produzenten identifiziert. Das Bakterium selber könnte aufgrund seiner Fähigkeit, Staphylococcus aureus zu verdrängen, womöglich als Probiotikum zum Einsatz kommen, etwa um kostspieligere Maßnahmen bei Patienten zu ersetzen, bei denen Staph. aureus eradiziert werden muss, bevor sie im Krankenhaus operiert werden können.

Vor allem aber konnten wir die entscheidende antibiotische Substanz, genannt Lugdunin, für den Effekt identifizieren. Lugdunin ist ein Vertreter einer Klasse von Peptid-ähnlichen Strukturen, die ein hohes antibiotisches Potenzial gegen gram-positive Bakterien zeigen. Die chemische Synthese ist bereits etabliert.

Lugdunin zeigt ein sehr hohes Potential gegen MRSA und andere hoch-resistente Erreger wie Enterococcus faecalis, E. faecium (VRE), Streptococcus pneumoniae and Listeria monocytogenes.

 

 


Hintergrund

Unter gram-positiven Bakterien sind einige besonders gefährliche Humanpathogene. Vor allem Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) ist für eine hohe Zahl an nosokomialen Infekten mit Todesfolge verantwortlich.

 

 

 

 


Bilder & Videos


Problemstellung

Zunehmende Resistenz gegen etablierte Antibiotika bei pathogenen Bakterien. Im Fall von gram-positiven Bakterien ist MRSA Anlass für besondere Sorge.

 

 

 


Lösung

Eine neue Antibiotikaklasse mit hoher Wirksamkeit gegen eine große Anzahl an gram-positiven Pathogenen

Human- und Veterinärmedizin: Möglicher Einsatz von Lugdunin gegen gram-positive Pathogene

Ersatz bisher verwendeter Antibiotika, z.b. Mupirocin und mögliche Verkürzung der Verweildauer von Patienten im Krankenhaus


Vorteile

- Chance auf neues Antibiotikum in der Humanmedizin gegen gram-positive Erreger

- Schnelle Eradikation von gram-positiven Pathogen, auch in der stationären Nicht-Wachstums-Phase. Anwendung von 1x MIC führt in vitro zur völligen Eliminierung der Bakterien

- Geringe Toxizität: Erste Daten in vitro weisen auf vernachlässigbare Toxizität gegen humane Zellen

- Möglicher Einsatz des Lugdunin-Produzenten als Probiotikum – Besiedlung von Haut und Schleimhaut mit dem Produktionsstamm S. lugdunensis könnte die Titer von S. aureus massiv senken

- Chemische Synthese etabliert

 

 


Anwendungsbereiche

- Human- und Veterinärmedizin

- Einsatz aktuell gegen gram-positive Pathogene möglich

- Entwicklungen gegen erweitertes Spektrum ist Forschungsgegenstand


Service

Lizenz oder Verkauf zur gewerblichen Nutzung

Entwicklungskooperation


Eberhard Karls Universität Tübingen

Dr. Rolf Hecker
+49 (0)7071-2972639
r.hecker@uni-tuebingen.de
www.technologietransfer.uni-tuebingen.de
Adresse
Keplerstraße 2
72074 Tübingen



Entwicklungsstand

Leitstruktur


Patentsituation

  • EP anhängig
  • JP anhängig
  • US anhängig

Stichworte

Bakterien, Krankheitserreger, MRSA, Infektionen, S. lugdunensis IVK28 Wildtyp, VRE, Streptococcus pneumoniae, Listeria monocytogenes, Antibiotikum, Lugdunin, Staphylococcus aureus

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr