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Adaptive Tonhöhenanpassung in Cochlea-Implantaten

Ref-Nr: TA-PVA1459


Kurzfassung

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur variablen Veränderung der Dauer eines Audiosignals zur Anpassung der wahrgenommenen Tonhöhe. Dies geschieht im Kontext einer individuellen Tonhöhenanpassung bei Cochlea-Implanat Patienten. 


Hintergrund

Bei einem Großteil der Menschen, die an akuter Schwerhörigkeit leiden, sind nur die Sinneszellen defekt. Der restliche Hörapparat ist jedoch intakt. Mit Hilfe von Cochlea-Implantaten können Audiosignale in Nervenimpulse für den Hörnerv umgewandelt werden. Dabei erfolgt eine direkte Stimulation des Hörnervs bei gleichzeitiger Überbrückung der Funktion der Sinneszellen, womit das Hören wieder ermöglicht werden kann. Generell besteht das Cochlea-Implantat aus einem äußeren (Mikrofon, Signalprozessor und Sendespule) und einem inneren, implantierten Teil (Empfängerspule und Elektroden).


Problemstellung

Problematisch ist beim Einsetzen eines solchen Implantates der nur begrenzt zur Verfügung stehende Platz in der Gehörschnecke des Innenohrs. Dies kann zur Folge haben, dass die Elektroden nicht die gesamte Tiefe der Gehörschnecken abdecken, wodurch die Wahrnehmbarkeit von Frequenzen unter einem Kilohertz deutlich sinkt. Durch die reduzierte Frequenzauflösung der Elektroden verringert sich zudem das Sprachverständnis.


Lösung

Um diese Problemstellung zu umgehen, wird in der vorliegenden Erfindung ein innovatives Verfahren zur variablen Veränderung der Dauer eines Audiosignals zur Anpassung der wahrgenommenen Tonhöhe genutzt. Als Grundlage dient die Ermittlung der individuellen Tonhöhe des besten Sprachverständnisses. Mittels dieser Referenz wird die natürliche Tonhöhe entsprechend verschoben, was wiederum zwei Schritte als Voraussetzung benötigt: die Erkennung der aktuellen natürlichen Tonhöhe und die Verschiebung in die Referenztonhöhe. Die Umsetzung dieser Abläufe stellt eine neue Methode für die Veränderung der Dauer bei Erhaltung der Tonhöhe dar.


Vorteile

·   Nutzung des Phase Vocoder in Verbindung mit Cochlea-Implantates für den menschlichen Hörgang

·   variable Veränderung der Dauer eines Audiosignals mit der Zielstellung, die wahrgenommene Tonhöhe anzupassen

·   individuelle Tonhöhenanpassung bei Cochlea-Implantaten


Anwendungsbereiche

  • Medizintechnik
  • Cochlea-Implantat
  • Digitale Signalverarbeitung  

 

 


Service

  • Verkauf
  • Lizenzierung
  • Entwicklungskooperation

PVA Mecklenburg-Vorpommern AG

Christian Tholen
+49 381 497474-38
c.tholen@pva-mv.de
www.pva-mv.de
Adresse
Gerhart-Hauptmann-Straße 23
18055 Rostock



Entwicklungsstand

Machbarkeit


Patentsituation

  • DE DE 10 2017 107 210.1 anhängig

Stichworte

Cochlea, Cochlea-Implantate, Digitale Signalverarbeitung, adaptive Tonhöhenanpassung

Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr