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Funktionelle hochverzweigte Copolymere

Ref-Nr: TA-UMZ269


Kurzfassung

Die Erfindung stellt hochverzweigte Polymere durch den Einbau von verzweigten Glycerineinheiten in Polyethylenglykol zur Verfügung.   Durch eine spezielle Copolymerisationstechnik lassen sich in einem Schritt verzweigte Glycerineinheiten in Polyethylenglykol einbauen, wodurch hochverzweigte Polymere entstehen, deren Eigenschaften durch Variation des Glycerinanteils beeinflußt und die in Bereichen wie Medizin, Pharmazie, Kosmetik oder Batterietechnologie eingesetzt werden können.


Hintergrund

Hochverzweigte Polymere finden heutzutage vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Durch seine chemisch inerte Struktur und seine gute Biokompatibilität ist Polyethylenglykol (PEG) eines der meistverwendeten wasserlöslichen Polymere der heutigen Zeit. Ein strukturell analoger Polyether, welcher in den letzten Jahren in der Forschung etabliert wurde, ist hochverzweigtes Polyglycerin (hbPG).

 

 


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Problemstellung

Der Einsatz von PEG ist jedoch wegen seines inhärenten Kristallisationsgrades in manchen Fällen beschränkt, und hochverzweigtes Polyglycerin ist auf dem Markt nur in Form von niedermolekularen Produkten verfügbar.


Lösung

Die vorliegende Erfindung ermöglicht den Einbau von verzweigten Glycerineinheiten in Polyethylenglykol. Durch eine speziell entwickelte Copolymerisationstechnik lassen sich statistische Copolymere aus Ethylenoxid und Glycidol, die als „hochverzweigtes PEG“ aufgefasst werden können, in einem Schritt herstellen. Hierbei lässt sich der Gehalt an Glycerin variieren, wodurch die Eigenschaften der Materialien sowie ihre Löslichkeit breit maßgeschneidert werden können. Die eingebauten Glycerineinheiten senken die Kristallisationsfähigkeit von PEG. Bei mehr als 15% Glycerin-Einbau erhält man nicht-kristallines PEG. Die hochverzweigten PEG-Strukturen zeigen ausgezeichnete Biokompatibilität und vielseitige  Modifizierbarkeit, was neue Einsatzmöglichkeiten in der Medizin, Pharmazie, Kosmetik, aber auch für Lithium-Ionenleiter in der Batterietechnologie eröffnet.


Vorteile

  • Die Synthese umfasst nur einen Schritt, Hauptmonomer ist Ethylenoxid.
  • Eigenschaften wie Funktionalisierung, thermische und chemische Stabilität, Biokompatibilität sowie Viskosität und Löslichkeit können zielgerichtet für spezifische Anwendungen angepasst werden.

Anwendungsbereiche

Die funktionellen, hochverzweigten Polymere können zur Herstellung von Sonnenschutzmittel, Arzneimittel, Kosmetika, Shampoos, Lotionen und Hygieneartikel sowie für funktionale Oberflächenbeschichtungen in der Medizintechnik verwendet werden. Außerdem sind die Polymere auch zur Fertigung von Schmiermitteln, Klebstoffen und Modifizierung von synthetischen Fasern oder als Lithium-Ionenleiter in der Batterietechnologie interessant.


Service

Es werden Lizenzen angeboten für Herstellung und Vertrieb, national und international, exklusiv oder nicht-exklusiv. Auch ein Verkauf der Patente ist denkbar.


IMG Innovations-Management GmbH

Dr. Marcus Kaltwasser
+49 6131 17-9970
kaltwasser@img-rlp.de
www.img-rlp.de
Adresse
Obere Zahlbacher Straße 63
55131 Mainz



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • EP 2513194B1 erteilt

Stichworte

Hochverzweigte Polymere, Copolymerisation, hochmolekular, biokompatibel

Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr