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Neues Häm-gekoppeltes Präparat zur Therapie von Eisenmangelerkrankungen

Ref-Nr: TA-UMZ268


Kurzfassung

Eisenmangel ist die häufigste bekannte Mangelerkrankung. Die zur Therapie gewöhnlich verabreichten Eisenpräparate sind jedoch schlecht bioverfügbar (Fe(III)-Verbindungen) oder schlecht verträglich (Fe(II)-Salze). Das erfindungsgemäße Eisenpräparat hat diese Nachteile nicht und kann darüberhinaus zur Zerstörung von Tumorgewebe verwendet werden.


Hintergrund

Eisenmangel ist die häufigste Mangelerkrankung, unter der weltweit jeder Vierte leidet. Die gängigste Methode zur Therapie von Eisenmangel ist die Verabreichung von Eisenpräparaten in Form von Fe(II)-Salzen oder Fe(III)-Verbindungen, die allerdings beide mit Nachteilen behaftet sind.


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Problemstellung

Die Bioverfügbarkeit aus Fe(II)-Salzen, also die Menge an Eisen, welche der Körper aus diesen Präparaten letztendlich aufnehmen kann, ist sehr gering. Die Aufnahme von verschiedenen Lebensmitteln wie Kaffee, schwarzer Tee oder bestimmte Arzneimittel können die Bioverfügbarkeit noch weiter herabsetzen. Ein weiterer Nachteil der Fe(II)-salze sind Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden. Eine mögliche Alternative zu den Fe(II)-Salzen ist der Eisen(III)-hydroxid-Polymaltose- Komplex (FeONP_PM), welcher ein geringeres Aufkommen von Nebenwirkungen aufweist. Jedoch wurde festgestellt, dass die Bioverfügbarkeit auch bei diesem Präparat sehr gering ist.

 

 


Lösung

Mit der vorliegenden Erfindung werden die oben genannten Probleme gelöst. Dieses  Eisenpräparat, Häm-/Hämin-gekoppeltes FeONP, verfügt nachweislich über  eine geringere Toxizität als Fe(II)-Salze und über eine  Bioverfügbarkeit, die ca. 40-mal höher ist als bei dem FeONP_PM-Präparat. Außer der Eisenmangeltherapie  kann es auch für biomedizinische Zwecke, wie der Zerstörung von Tumorgewebe verwendet werden, da es sehr gut von den Zellen aufgenommen wird. Entsprechende Eisennanopartikel werden gezielt mit einem Magneten ins Tumorgewebe geführt und anschließend erhitzt, wodurch die Tumorzellen zerstört werden. Je besser die Aufnahme der Eisenpartikel in die Zellen ist, desto erfolgreicher kann der Tumor bekämpft werden. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit dieser funktionalisierten Nanopartikel ist der Transport von Proteinen und Arzneistoffen.


Vorteile

  • Erheblich bessere Bioverfügbarkeit als Fe(II)-Salze oder FeONP_PM-Präparate
  • Weniger Nebenwirkungen als konventionelle Eisenpräparate
  • Bessere Aufnahme in die Zellen und somit effektiver bei der Zerstörung von Tumorgewebe
  • Kostengünstig

Anwendungsbereiche

Die Ham-/Hämin-gekoppelten FeONP-Nanopartikel können in der Therapie bei Eisenmangel oder bei der Bekämpfung von Tumoren eingesetzt werden. Es ist auch möglich, mit diesen funktionalisierten Nanopartikeln Proteine sowie Arzneistoffe an den gewünschten Wirkort zu transportieren.


Service

Es sind Lizenzen erhältlich zur Herstellung und Vertrieb, exklusiv oder nicht-exklusiv oder der Verkauf der Schutzrechte.


IMG Innovations-Management GmbH

Dr. Marcus Kaltwasser
+49 6131 17-9970
kaltwasser@img-rlp.de
www.img-rlp.de
Adresse
Obere Zahlbacher Straße 63
55131 Mainz



Entwicklungsstand

Labormuster


Patentsituation

  • DE 102010023850B1 erteilt

Stichworte

Eisenmangeltherapie, Eisenpräparat, gut verträglich, hohe Bioverfügbarkeit

Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr