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Behandlung von Blutprodukten in einer Durchflussbestrahlungsanlage

Ref-Nr: TA-TM928


Kurzfassung

Zur Abtötung Pathogeneim Blut hat sich die UV-Bestrahlung des Blutproduktes in "Blutbeuteln" bereits etabliert, wobei es jedoch nicht möglich ist, sicherzustellen, dass das gesamte Volumen der Dosiseinheit vollständig bestrahlt und alle Pathogene zuverlässig inaktiviert werden. Dieses Risiko der unvollständigen Pathogen-Inaktivierung wird durch das hier vorgestellte Belichtungsverfahren vollständig unterbunden, indem die Belichtung in einem geeigneten Durchflusssystem vorgenommen wird.


Hintergrund

Blutprodukte retten nicht nur Leben, sie bergen auch Gefahren: Enthalten sie noch Pathogene vom Spender, kann sich Ihre Applikation für den Empfänger als verhängnisvoll erweisen.


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Problemstellung

Die Blutbeutel werden zwar während der Belichtung kontinuierlich bewegt, um möglichst alle Pathogene der UV-Strahlung auszusetzen, dies reicht jedoch nicht aus, um die gewünschte Sicherheit zu bieten.

Denn bei dieser Vorgehensweise besteht noch die Gefahr, dass nicht alle Volumenbereiche des Blutproduktes von der UV-Strahlung erreicht werden: Pathogene können der UV-Bestrahlung entgehen, wenn sie während der Bestrahlung durch die Bewegung aus noch nicht bestrahlten Partien des Blutproduktes im Beutel in Volumenbereiche gelangen, die im weiteren Verlauf der Prozessierung keiner Bestrahlung mehr unterliegen, da sie nicht mehr in den Strahlungsbereich gelangen.


Lösung

Die Verwendung des Durchflussbestrahlungsverfahrens für Blutprodukte wurde an realen Blutprodukten (Thrombozytenkonzentrate) durch Laborversuche nach-gewiesen. Ein Funktionsmuster ist vorhanden.


Vorteile

 

Da der Querschnitt des Strömungskanals, in dem das Blutprodukt der UV-Strahlung ausgesetzt wird, so bemessen ist, dass die UV-Strahlung den gesamten Kanal-Querschnitt erreicht, wird das gesamte Produktvolumen vollständig bestrahlt. Die Gefahr, dass Pathogene im Blutprodukt der Bestrahlung entgehen, ist somit vollständig unterbunden.

 

Die Durchflussbestrahlungsanlage ist wesentlich einfacher aufgebaut und daher weitaus kostengünstiger in der Anschaffung und im Unterhalt als bestehende "Schüttel"-Belichtungsanlagen für einzelne Dosiseinheiten. Sie lässt sich problemlos in bestehende kontinuierliche Fertigungslinien von Blutprodukten integrieren und kann sowohl kontinuierlich als auch chargenweise betrieben werden.

 

Die Belichtungszeit ist sehr viel kürzer gegenüber der bisherigen Vorgehensweise. Die Gefahr von unerwünschten photochemischen Reaktionen im Blutprodukt wird somit deutlich reduziert.

 


Anwendungsbereiche

Das hier vorgestellte Durchflussbestrahlungsverfahren für Blutprodukte ist universell einsetzbar sowohl für Blutprodukte, etwa Thrombozytenkonzentrate, als auch für Vollblut. Es können in kleinem Maßstab einzelne Dosiseinheiten parallel oder nacheinander bestrahlt werden. Es ist aber auch möglich, das Verfahren in eine kontinuierliche industrielle Großserienfertigung oder in Apherese-Behandlungen zu integrieren (inline-Verfahren).


TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH

Niklas Günther
+49 (641) 94364-53
niklas.guenther@transmit.de
www.transmit.de 
Adresse
Kerkrader Str. 3
35394 Gießen



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • PCT anhängig

Stichworte

Pathogen-Inaktivierung, Sterilisation, UV-Strahlung, Thrombozyten-Konzentrat, Vollblut, Blutbeutel

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr