Skip to main content

IRU

Ref-Nr: TA-1682


Kurzfassung

Inkrementelles Rohrumformen


Hintergrund

Das Inkrementelle Rohrumformen basiert auf einer Verfahrenskombination aus einem Drückprozess und einem Freiformbiegeprozess für Rohre.


Lösung

Bei dem Prozess des Inkrementellen Rohrumformens wird ein Rohr von einem Pusher durch ein das Rohr umlaufendes Werkzeugsystem geschoben. Das umlaufende Werkzeugsystem realisiert eine Querschnittsverjüngung des Rohres, wobei dessen Ausmaß von dem Werkzeugsystem gesteuert werden kann. Des Weiteren wird die lokale Plastifizierung des Werkstoffs in der Umformzone ausgenutzt, um durch eine Führungseinheit einen Freiformbiegeprozess zu überlagern. Aufgrund der Vorplastifizierung sind die notwendigen Biegekräfte und die auftretende Rückfederung sehr gering. IRU vereinfacht somit die Herstellung von Freiformbiegeteilen durch die hohe Rückfederungskompensation und erweitert die Fertigungsmöglichkeiten mit der Möglichkeit, zusätzlich zu variablen Biegekonturen auch variable Querschnittsgeometrien über die Rohrlängsachse herstellen zu können.


Vorteile

  • Variable Biegekonturen
  • Variable Querschnittsverläufe
  • Geringe Werkzeugkosten
  • Geringe Rückfederung

Anwendungsbereiche

Das Inkrementelle Rohrumformen bietet das Potenzial zur flexiblen Fertigung verschiedenster Rohrkonturen und Querschnittsverläufen, wobei folgende Einsatzgebiete hervorzuheben sind:

  • belastungsangepasste Rohre (z.B. gerade und gebogene Tailored Tubes),
  • vor-optimierte Halbzeuge für die Innen-hochdruckumformung IHU,
  • flexible Fertigung von 3D-gebogenen Rohren,
  • Verwendung von hoch- und höchstfesten Stählen
  • und Biegen extrem dünnwandiger Rohre.

Daher bieten sich vielseitige Anwendungsmöglichkeiten z.B. in der Automobilindustrie bei der Fertigung von Leichtbaukarosserieteilen und Abgassystemen, in der Heizungstechnik bei Wärmetauschern und im Luftfahrtbereich bei der Verarbeitung problematischer Leichtbauwerkstoffe.


Service

Die Erfindung wurde von der TU Dortmund international  zum Patent angemeldet. Aktuell werden das Verfahren und der Prototyp am Institut für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) weiterentwickelt.

PROvendis bietet im Auftrag der TU Dortmund interessierten Unternehmen Lizenzen zur Produktion einer Maschine oder zur Nutzung des IRU Verfahrens an. Ferner besteht die Möglichkeit zur Kooperation mit dem Erfinder.


PROvendis GmbH

Dr. Joachim Kaiser
+49.208 94105-23
jk@provendis.info
www.provendis.info
Adresse
Schloßstr. 11-15
45468 Mülheim an der Ruhr



Entwicklungsstand

Prototyp


Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr