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Kontinuierliche Erfassung des Füllstands

Ref-Nr: TA-UN553


Kurzfassung

Das erfindungsgemäße Verfahren überwacht Flüssigkeitsstände in Behältern kontinuierlich, kostengünstig und robust und benötigt dabei wenig Raum. Es werden lediglich eine Referenzelektrode am Boden des Behälters sowie Messelektroden benötigt, die sich an der Außenseite der Behälterwand befinden und als Trägerfilm oder gedruckt aufgetragen werden. 

Die Erfindung ist durch ihren speziellen Aufbau unempfindlich gegen Eis und Korrosion. Sie kann für diverse Ausführungsformen von Flüssigkeitsbehältern z. B. in Flugzeugen oder in der Chemie genutzt werden.


Hintergrund

Sensoren zur Messung von Füllständen in Behältern sind kommerziell mit unterschiedlichen Verfahren verfügbar. Lösungen mit Schwimmern im Tank sind kostengünstig, jedoch raumgreifend und nicht robust gegen Eisbildung. Ultraschallsensoren erfordern teure aktive Elektronikkomponenten und können bei Eisbildung im Behälter keine Messungen mehr ausführen. Elektroden von Platinen-basierten Planarkondensatoren (PCB) befinden sich frei im Behälter und sind somit Eisschlag und Korrosion ausgesetzt. Zusätzlich müssen für dieses Verfahren eine Vielzahl an Elektroden verbaut werden. Gesucht werden Verfahren, die kontinuierlich, kostengünstig und robust Flüssigkeitsstände überwachen und dabei wenig Raum benötigen.


Bilder & Videos


Lösung

An der Universität Bremen wurde eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Erfassung des Füllstands in Behältern entwickelt. Sie besteht aus einer Referenzelektrode am Boden des Behälters sowie Messelektroden, die sich an der Außenseite der Behälterwand befinden und als Trägerfilm oder gedruckt aufgetragen werden.

Die Referenzelektrode am Boden dient der Kalibrierung der Messelektroden. Sie ist auf einer Erhebung im Boden angebracht, um die Inhomogenität des Mediums am Behälterboden durch Ablagerungen, Bakterienwachstum oder unvollständiger Vermischung zu umgehen und ist immer von Flüssigkeit umgeben. Über definierte Geometrien der Messelektroden wird die Messauflösung selektiv, z. B. im unteren Füllstandsbereich, erhöht.

Die Machbarkeit der Technik wurde im Labor an verschiedenen Behältern nachgewiesen. Die Universität Bremen verwertet die Erfindung vor allem in Bereichen außerhalb von Behältern für Automobile.


Vorteile

Die Erfindung ist in Kombination mit den Erfindungen UN554 „Erfassung von Eisbildung in geschlossenen Behältern“ und UN555 „Berührungslose Leitwertbestimmung für die Medienanalyse“ zu sehen. Das Verfahren

  • ist unempfindlich gegen Eis und Korrosion
  • ist kostengünstig durch die geringe Anzahl an Elektroden
  • Benötigt keine Tankdurchführung
  • lässt sich mit weiterführenden Verfahren kombinieren

Flüssigkeitsstände werden in allen Bereichen der Technik überwacht. Die Erfindung ist für die Automobilindustrie, den Flugzeugbau, Anlagenbau oder in der Medizin und Chemie interessant. Der Einsatz von Sensoren nimmt insbesondere in der Fahrzeugindustrie und im Flugzeugbau stark zu.


Anwendungsbereiche

Fahrzeugindustrie, Flugzeugbau, Medizin, Chemieindustrie, Lebensmittelindustrie, Windenergiebranche, Anlagenbau


Service

Lizenzierung, Kooperation und Weiterentwicklung


InnoWi GmbH

Tatjana Döring
0421 96007-19
tatjana.doering@innowi.de
www.innowi.de
Adresse
Fahrenheitstraße 1
28359 Bremen



Entwicklungsstand

Machbarkeit


Stichworte

Füllstand-Messung, Flüssigkeitsbehälter, Tanks, technische Flüssigkeiten

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr