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Effiziente, minimalinvasive Therapie von Hirnblutungen


Kurzfassung

Ein neuartiger navigierbarer Ultraschallkatheter zur minimalinvasiven Behandlung von Hirnblutungen wird angeboten. Er kombiniert einen zur direkten Bildgebung geeigneten Endosonographiekatheter mit einem selbstspülenden Drainagesystem, das in einem implantierbaren System längere Zeit belassen werden kann. Der Endosonographiekatheter ermöglicht einerseits die direkte Darstellung des Hämatoms und des Prozesses der Verflüssigung sowie der Evakuation des Hämatoms andererseits, wobei die Ultraschallwellen gleichzeitig eine Verflüssigung der Blutung bewirken. Das Drainagemodul ist selbstspülend, um einen kontinuierlichen Fluß und die Hämodrainage im System zu gewährleisten und eine Blockade durch solide Hämatombestandteile zu vermeiden.


Hintergrund

Hirnblutungen führen zu neurologischen Störungen und sind häufig lebensbedrohend. Neurochirurgische Trepanation und Evakuation der Hämatome ist aufwändig und kann weitere Schäden verursachen. Daher wird angestrebt, zur Hämatomentfernung minimalinvasive Verfahren zu etablieren.


Bilder & Videos


Problemstellung

Hämatome im Gehirn werden innerhalb von Minuten nach der Entstehung durch die Wirkung des Blutgerinnungssystems zum soliden Gerinnsel (Thrombus). Gängige minimalinvasive Verfahren mittels Katheter sind nicht ausreichend schnell, so dass es häufig zur Blockade des Kathetersystems kommt. Selbstspülende Systeme können zwar dieses Problem reduzieren, verfügen bislang jedoch über keine Navigationsmöglichkeit und erlauben keine direkte Darstellung des Hämatoms, seiner Verflüssigung und der Wirkung auf die angrenzenden Hirnstrukturen.


Lösung

Das vorliegende Sonothrombolyse-System verwirklicht ein im Schädelknochen mittels Gewinde winkelveränderlich verankerbares Portsystem, das einen Katheter aufnimmt, der als selbstspülendes Drainagesystem funktioniert und mit einem Hirndruckmesser sowie einer Endosonographiesonde (10F) versehen ist. Diese erlaubt eine umfassende Bildgebung, die CCT-ähnliche Qualität der Information liefert und Teile der CCT-Diagnostik ersetzen kann. Sie arbeitet mit Frequenzen von 5,5 bis 10 Mhz, welche auch für eine effiziente Hämolyse geeignet sind. Die Erfindung erlaubt somit erstmals hochaufgelöste multimodale intrakranielle Bildgebung in Echtzeit durch endosonographischen Ultraschall, der gleichzeitig für die kombinierte pharmakologische und fokussierte Endosonothrombolyse mit variablen Frequenzen kontinuierlich über längere Zeiträume eingesetzt werden kann.


Vorteile

  • Effiziente und schnelle Verflüssigung von Hirnblutungen und Reduktion der Raumforderung.
  • Überwachung des intrakraniellen Drucks während des Spülmanövers.
  • Teilweiser Ersatz der CCT-Diagnostik.
  • Kann über längere Zeit im Hirn belassen werden  (Monitoringeinheit, Drainagesystem).
  • Hochgenaue Platzierung und exakte Planung des Trajekts unter Schonung wichtiger Hirnareale.
  • Kombination von Endosonographie und Navigation.
  • Reduktion des Versorgungsaufwands.

Anwendungsbereiche

Schnelle und effiziente Behandlung von Hirnblutungen mittels eines navigierbaren Endosonographiekatheters.


Service

Es werden Lizenzen angeboten für Herstellung und Vertrieb, national und international, exklusiv und nicht exklusiv. Möglichkeit der Vergabe von Optionen zur Evaluierung der Technologie ist ebenso möglich.


IMG Innovations-Management GmbH

Dr. Marcus Kaltwasser
+49 6131 17-9970
kaltwasser@img-rlp.de
www.img-rlp.de
Adresse
Obere Zahlbacher Straße 63
55131 Mainz



Entwicklungsstand

Machbarkeit


Patentsituation

  • EP 3228266A1 anhängig

Stichworte

Hirnblutung, minimalinvasiv, Ultraschallkatheter, Endosonographiekatheter, navigierbar, Drainagesystem, intrakranielle Bildgebung

Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr