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Safety-Lab 4.0: VR-Brille als vollwertiger, wellenlängenunabhängiger Schutz vor Hochleistungslaserstrahlen


Kurzfassung

Diese VR-Schutzbrille bietet neben einem umfassenden Schutz vor Laserstrahlung auch Funktionen für das Labor 4.0. So eignet sie sich sowohl für eine  digitale Dokumentation, Information oder Simulation sowie auch zu Schulungszwecken.


Hintergrund

Im Umgang mit Lasern ist stets Vorsicht geboten – je nach Leistungsdichte und Wellenlänge reichen die poten­ziellen Schäden für das menschliche Auge von Hornhaut­entzündung über Linsentrübung bis hin zu starken Ver­brennungen (und in der Folge Erblindung). Um dieser Gefahr vorzubeugen, gibt es für verschiedenste Anwen­dungs­bereiche spezielle Schutzbrillen, die jedoch immer auf die Strahlung angepasst sein müssen, um einen bestmög­lichen Schutz und gleichzeitig den höchst­möglichen Komfort zu garantieren.


Problemstellung

Bei herkömmlichen Schutzbrillen wird die Strahlung eines bestimmten Wellenlängenbereichs durch Absorption und Reflexion auf ein erträgliches Maß abgeschwächt. Meist ergibt sich daraus eine gewisse Einschränkung der Um­gebungssicht, bspw. bei der Farbwahrnehmung. Her­kömmliche Schutzbrillen bieten immer nur Schutz gegen einen bestimmten Wellenlängenbereich und einen maximalen Leistungsbereich. Zu den aktuell stärksten Laserquellen gibt es bislang gar keine adäquate Schutz­brille am Markt.


Lösung

Die Idee der Stuttgarter ist so einfach wie genial: Das Auge wird komplett bedeckt, die visuelle Wahrnehmung während des Tragens also komplett von der Umgebung entkoppelt und die Umgebungssicht durch Kameratechnik sichergestellt. D.h. die Umgebung wird durch ein Display vor das Auge projiziert und somit unverfälscht wiedergegeben, während von außen ein wellenlängen-unabhän­giger Strahlenschutz besteht. Das Material wird so gewählt, dass es auch direkter Bestrahlung zumindest für einige Sekunden Stand hält, sodass Zeit bleibt, den Not-Aus zu betätigen. Das erweitert den bisher bekannten Schutzumfang enorm.


Vorteile

  • Wellenlängenunabhängiger Schutz der Augen vor indirekter und direkter Einstrahlung
  • unabhängig von der Betriebsart
  • Direkte Beobachtung der Laserstrahlung durch Integration von CMOS / CCD-Technologie
  • Sichtbarmachung von Lasern, die außerhalb des sichtbaren Spektrums liegen
  • Direkte Versuchsdokumentation durch integrierte Kameratechnik
  • Labor/Fabrik 4.0 – integrierte Informationsdarstellung und Vernetzung
  • Um beliebige VR-Funktionen erweiterbar (Simulation, Information, Kommunikation, Schulung)

Anwendungsbereiche

An der Universität Stuttgart hat eine Gruppe von Wissen­schaftlern nun eine praktische all-in-one-Lösung für den Umgang mit der Gefahr durch Laserstrahlung entwickelt, die für alle Laserschutzbereiche gleichermaßen und wellenlängenunabhängig funktioniert und darüber hinaus weitere informationstechnische Vorzüge bietet.

Das Anwendungsgebiet der ‚virtual/augmented reality‘ (VR)-Schutz­brille ist prinzipiell nicht auf Laserstrahlung begrenzt.


Service

Die Technologie-Lizenz-Büro GmbH ist mit der Verwer­tung der Technologie beauftragt und bietet Unternehmen die Möglichkeit der Lizenznahme.


Technologie-Lizenz-Büro (TLB) der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH

Dr.-Ing. Michael Ott
+ 49 721 790 040
ott@tlb.de
www.tlb.de
Adresse
Ettlinger Straße 25
76137 Karlsruhe



Entwicklungsstand

Idee


Patentsituation

  • WO 2018/028759 A1 anhängig

Stichworte

Laserschutzbrille, wellenlängenunabhängig, betriebsartenunabhängig, Labor 4.0

Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr