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Gasdruckinduzierte Mischung hochviskoser Medien

Ref-Nr: TA-PVA1626


Kurzfassung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur gasdruckinduzierten Mischung von hochviskosen Medien.


Hintergrund

In Biogasanlagen werden Substrate biologisch durch Mikroorganismen oder Enzyme zersetzt und abgebaut. Diese Substrate werden in diesem Abbauprozess zu Biogas umgewandelt. Im Biogas ist Methan der wichtigste Energieträger; durch Verbrennung ober Umsetzung in einer katalytischen Reaktion wird Energie in thermischer und/oder elektrischer Form erzeugt.


Problemstellung

Ein Teil dieser elektrischen Energie wird allerdings für den Betrieb der Biogasanlage benötigt. Der Eigenbedarf der Anlage beträgt dabei in Abhängigkeit mehrerer Faktoren zwischen 5 bis 18 Prozent der selbst erzeugten Elektrizität. Ein Faktor, welcher in diesem Zusammenhang eine gewichtige Rolle spielt, ist die Viskosität der Substrat-Wasser-Mischung innerhalb der Anlage. Durch eine hohe Viskosität, z.B. bei einem geringeren Wasseranteil, wird das Durchmischen erschwert, der Energieaufwand erhöht sich


Lösung

Die vorliegende Erfindung ist durch einen Fermentationsbehälter gekennzeichnet, welcher andersartig die Substrate durchmischen kann, wodurch der Eigenbedarf an elektrischer Energie reduziert wird. Die Besonderheit des Behälters kann dadurch beschrieben werden, dass er koaxial an zwei diametral angebrachten Zapfen frei schwingbar aufgehängt ist. Eine leicht kippbare Ausgangslage ist somit hergestellt. Im Innern des Behälters sind zudem entgegengesetzt zwei Ballons integriert, die zunächst ungefüllt vorliegen. Das Kippen wird erreicht, indem durch das Befüllen jenes Ballons, welcher im unteren Bereich des Behälters befestigt ist, das Substrat-Wassergemisch verdrängt wird, die hervorgerufene Massenverlagerung führt zum Kippen und zu einer halben Kreisbewegung. Für die Befüllung kann selbst erzeugtes und bevorratetes Biogas verwendet werden. Für eine weitere halbe Kreisbewegung wird einerseits der bereits befüllte Ballon entleert und andererseits der nun sich unten befindliche noch leere andere Ballon befüllt. Die neue Massenverlagerung führt zum Kippen. Durch die Bewegungen wird das Substrat im Behälter durchmischt, außerdem kann die Bewegungsenergie des Zylinders über einen an die Zapfen gekoppelten Generator in elektrische Energie umgewandelt werden, welche wiederum für den Durchmischungsprozess genutzt werden kann.


Vorteile

  • Nutzung der im Prozess hergestellten Hydrolysegase

Anwendungsbereiche

Biogastechnik

Energietechnik


Service

Das deutsche Patent ist für die Erfindung bereits erteilt worden, die PCT ist anhängig. Es werden Unternehmen für die kommerzielle Nutzung sowie für Entwicklungskooperationen gesucht.


Universität Rostock Service GmbH

Dipl.-Ing. Christian Tholen
+49 381 498-9803
christian.tholen@uni-rostock.de
www.verwertungsverbund-mv.de
Adresse
Parkstraße 6
18051 Rostock



Entwicklungsstand

Machbarkeit


Patentsituation

  • DE erteilt
  • PCT anhängig

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr