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Antifungal wirkende Pflanzenextrakte

Ref-Nr: TA-ESA-HSANH032


Kurzfassung

Aus Rhabarberwurzeln wurden Wirkstofffraktionen isoliert, die sowohl präventiv zur Stärkung von Pflanzen als auch kurativ zur Bekämpfung verschiedener Pflanzenpathogene eingesetzt werden können.


Hintergrund

Die Entstehung von Resistenzen gegen verfügbare Pflanzenschutzmittel stellt ein großes Problem in der modernen Landwirtschaft dar. Für die Wirkung vorrangig synthetischer Wirkstoffe, basierend auf gleichen oder ähnlichen Wirkmechanismen, ist das Risiko entsprechend hoch. Daher besteht ein großer Bedarf an alternativen Lösungen. Bekannt ist, dass Extrakte aus verschiedenen Pflanzen vergleichbare Wirkung gegen verschiedene Pathogene zeigen. Kritisch ist bisher die Herstellung von entsprechenden Mengen, die einen breiten agrartechnologischen Einsatz erlauben.


Lösung

Erfindungsgemäß wurden Extrakte aus Rhabarberwurzeln hergestellt, diese in Fraktionen getrennt und dann gegen verschiedene pflanzenpathogene Pilze getestet. Die Wirkung trat bereits bei sehr niedrigen Konzentrationen ein. Entscheidend ist, dass nicht nur ein präventiver Schutz gezeigt wurde, sondern dass die Wirkstofffraktionen auch zur Behandlung befallener Pflanzen eingesetzt und ein kurativer Effekt nachgewiesen werden konnte. Der Einsatz definierter Wirkstofffraktionen mit einer großen Anzahl verschiedener Verbindungen kann zu einem deutlich verminderten Risiko für Resistenzbildung führen. Bei Untersuchungen zum möglichen Wirkmechanismus wurde festgestellt, dass die Ascorbatperoxidase- und Dehydroascorbatreduktase-Aktivität in behandelten Pflanzen erhöht ist. Eine Wirkung über den Ascorbat-Glutathion-Zyklus, in dem reaktive Sauerstoffspezies detoxifiziert werden, ist somit möglich.

Die Wirkstofffraktionen wurden gegen folgende Pathogene getestet:

1) Gerstenmehltau – Blumeria graminis s. sp. hordei
2) Weizenbraunrost Puccinia triticina
3) Echter Mehltau bei Reben Oidium – Freilandversuch
4) Testung Wirkung gegen weitere Pilze im Agardiffusionstest


Vorteile

Die Rhabarberwurzelextrakte werden aus einem genetisch definierten Material gewonnen. Die Herstellung erfolgt reproduzierbar nach einem definierten Verfahren.

Die Extrakte

  • sind bereits in geringer Konzentration wirksam.
  • können sowohl präventiv als auch kurativ eingesetzt werden.
  • wirken gegen ein breites Spektrum von pilzlichen Pathogenen. Durch Anwendung wird Resistenzbildung vermieden.

Die Anwendung der Extrakte ist nachweislich kompetitiv zu derzeitig im Pflanzenschutz verwendeten Substanzen. Eine Skalierung des Herstellungsprozesses zu marktgängigen Kosten kann aufgezeigt werden.


Anwendungsbereiche

  • Pflanzenvitalisierung
  • Pflanzenschutz

Service

Die ESA PVA sucht im Auftrag der Hochschule Anhalt Partner für die Weiterentwicklung dieser innovativen Wirkstofffraktionen aus Rhabarberwurzeln und Lizenznehmer in Deutschland und Europa. Die wissenschaftliche Begleitung eines Industriepartners im Rahmen der Markteinführung wird dabei in geeigneter Weise sichergestellt.


ESA Patentverwertungsagentur Sachsen-Anhalt GmbH

Dr. Sigrun Hähnel
+49 (0) 391 8107220
info@esa-pva.de
www.esa-pva.de
Adresse
Breitscheidstraße 51
39114 Magdeburg



Entwicklungsstand

Funktionsnachweis


Stichworte

Pflanzenschutz, Pflanzenpathogene, Pflanzenextrakte, präventiver Schutz

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr