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Lagerungskissen

Ref-Nr: TA-BioM-2142-UMG


Kurzfassung

Bei der Erfindung handelt es sich um ein aufblasbares keilförmiges Kissen, dass optional mit Wechseldruck befüllt werden kann. Damit lassen sich schwerstkranke Patienten bedarfs- und fachgerecht lagern, um die Entstehung eines Dekubitus und einer Pneumonia zu verhindern.


Hintergrund

Bei immobilen Intensivpatienten besteht sowohl die Gefahr eines Dekubitus als auch die Gefahr einer sich entwickelnden Pneumonie. Zur Prophylaxe und zur Behandlung dieser Erkrankungen werden diese Patienten wechselseitig, möglichst schonend, in eine Seiten-Lagerung gebracht. Dafür ist jetzt an der Universitätsmedizin Göttingen ein mobiles, handliches und keilförmiges Kissen erfunden worden, dass die Patienten automatisiert durch das Befüllen mit Wechseldruck in wechselnde Seitenlagen bringt. Dieses kosten- und personalsparende Kissen kann sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Pflege eingesetzt werden.


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Problemstellung

Momentan besteht die übliche Lagerung eines bettlägerigen Patienten darin, ihn alle 4 h wechselseitig zu lagern. Dazu benötigt man 2 Pflegekräfte, die häufig Decken und Kopfkissen als Stützelemente verwenden. Dieses Vorgehen ist sehr personal-intensiv und deswegen in der ambulanten Pflege meist nicht machbar. Außerdem ist diese Art der Umlagerung für einige Schwerstkranke zu belastend und das Auftreten schädlicher Scherkräfte ist erhöht. Daneben ist diese Vorgehensweise für die Pflegekraft körperlich sehr anstrengend. Als Alternative existieren vollautomatische Wechseldruckmatratzen, die aber sehr kostenintensiv und immobil sind und deswegen häufig zu selten und zu spät eingesetzt werden.


Lösung

Das befüllbare, keilförmige Lagerungskissen, mit Option des Wechseldrucks, soll die Seitenlagerung passiv übernehmen. Dazu wird es im unbefüllten und damit flachem Zustand zwischen Matratze und Matratzeauflage bis zur Körpermitte des Patientenrumpfes und Gesäßes eingeschoben. Das ist von einer einzelnen Pflegekraft problemlos und ohne das Risiko der Verschlechterung für den Patienten möglich, da es an der Unterseite so verstärkt ist, dass es sich beim manuellen Schieben nicht aufrollt. Bei Bedarf wird dieses Kissen mit bereits existierenden Wechseldrucksystemen befüllt, wodurch der Patient schonend in die gewünschte Seitenlage gebracht wird ohne zusätzliche schädigende Scherkräfte. Durch Automatisierung dieses Prozesses ist eine Personal und Patienten schonende dauerhaft wechselnde Umlagerung möglich ohne Beeinträchtigung der Luftzirkulation durch das äußere Abstützen von Decken und Kissen. Dadurch, dass das Kissen nicht fest mit den Matratzensystemen verbunden ist, kann es flexibel in der stationären und in der ambulanten Pflege eingesetzt werden.


Vorteile

  • kostengünstig
  • mobil
  • stationär und ambulant flexibel einsetzbar
  • Personal schonend

Anwendungsbereiche

Ambulante und stationäre Pflege von bettlägerigen Patienten


MBM ScienceBridge GmbH

Dipl.-Biol. Christiane Bolli
0551-30724 156
cbolli@sciencebridge.de
www.sciencebridge.de
Adresse
Hans-Adolf-Krebs-Weg 1
37077 Göttingen



Entwicklungsstand

Idee


Patentsituation

  • DE DE102019103574.0 anhängig

Stichworte

Dekubitus, Pneumonia, Wund liegen, Lagerung, Wechseldruck, Seitenlage, MBM ScienceBridge GmbH, Technologieangebot, Technologietransfer, Georg-August-Universität Göttingen, Universitätsmedizin

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr