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CalendarCast – Sharing von Kalenderdaten


Kurzfassung

Der Kern des erfinderischen Lösungsansatzes ist die Integration von Frei/Belegt-Informationen in einen anonymen Broadcast, so dass andere lokale Teilnehmer ohne weiteres Vorwissen diese Informationen einsehen und verwenden können, jedoch gleichzeitig keine weiteren Informationen über die anderen Teilnehmer (z.B. Termintitel etc.) erhalten.


Hintergrund

Ein typisches Problem am Ende eines Meetings ist das Finden eines gemeinsamen, für alle Teilnehmer akzeptablen Folgetermins. Dabei sind in der heutigen Arbeitswelt üblicherweise die persönlichen Smartphones der Teilnehmer involviert, auf welchen diskutierte Terminvorschläge im Kalender abgeglichen und wieder verworfen werden, bis ein gemeinsamer Konsens gefunden ist.


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Problemstellung

Der bisherige Lösungsansatz beim finden eines akzeptablen Folgetermins besteht in einem gemeinsam genutzten Online-Kalenderserver, wie z.B. Microsoft Exchange oder Google Calendar. Sofern alle Teilnehmer ihre Termine auch tatsächlich in diesem System verwalten, ist es dann relativ einfach, gemeinsame freie Zeit zu finden.

Jedoch müssen in diesem Fall alle Teilnehmer denselben Kalenderserver benutzen und sich auch gegenseitig Zugriffsrechte auf ihre Kalenderdaten geben, was bei heterogenen Treffen (Mitarbeiter verschiedener Firmen, Studenten und Dozenten, usw.) schwierig bis unmöglich sein kann. Außerdem erhält bei diesem Ansatz der Betreiber des Servers automatisch Zugriff auf alle Kalenderdaten, was unter Umständen datenschutzrechtliche Probleme aufwerfen kann.


Lösung

Die Hauptaufgabe der Erfindung liegt darin, einfach und schnell die verschiedenen Betriebssysteme und Kalenderprogramme ohne datenschutzrechtlich bedenkliche Zugriffsrechte miteinander zu verbinden bzw. miteinander kommunizieren zu lassen.

 Fast alle modernen Smartphones enthalten ein Funkmodul, welches den Bluetooth-Standard, Version 4, unterstützt. Dieser Standard ermöglicht es, kurze Nachrichten mit geringer Reichweite zu versenden, welche von allen im näheren Umkreis befindlichen Teilnehmern gleichzeitig empfangen werden können (sogenannte „Advertisement Broadcasts“). Insbesondere können diese Teilnehmer selbst auch gleichzeitig Broadcasts versenden.

Das Endergebnis ist, dass jeder Teilnehmer in seiner eigenen Kalenderansicht einen Überblick über die Verfügbarkeit aller anderen Teilnehmer erhält, ohne dafür irgendeine Form von gemeinsam genutzter Infrastruktur (Server) oder Vorwissen (Accounts) zu benötigen.


Vorteile

Bei CalendarCast werden nun von den beteiligten Geräten speziell markierte Broadcasts verschickt, welche für einen vom Benutzer gewählten Zeitrahmen (z.B. „in den ersten zwei Februarwochen, irgendwann zwischen 9:00 und 17:00 Uhr“) in Form einer Bitmaske die Informationen beinhalten, welche Zeitslots des Benutzers frei oder belegt sind. Parallel werden diese Broadcasts auch von anderen Geräten empfangen und als ausgegraute Bereiche in die Kalenderansicht des Nutzers integriert.

 Dabei ist es nicht notwendig, dass die Teilnehmer irgendwelches Wissen über die anderen Teilnehmer haben (z.B. Account-Namen, Email-Adresse,…) oder eine gemeinsame Infrastruktur verwenden (Google Calendar, Doodle, Exchange). Daher ist CalendarCast auch von Personen nutzbar, die sich vorher noch nie getroffen haben und ohne den vorherigen Austausch von z.B. Mailadressen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Broadcasts nicht über das Internet übertragen werden sowie zeitlich und lokal begrenzt sind und daher nicht ohne weiteres von Dritten ausgewertet werden können.


Anwendungsbereiche

  • Software-Entwickler im Bereich Zeitmanagement
  • Geschäftsleute
  • Privatpersonen
  • Universitäten

PATON | Patentmanagement Thüringer Hochschulen

Sascha Erfurt
03677 69 4569
sascha.erfurt@tu-ilmenau.de
www.paton.de
Adresse
Langewiesener Str. 37
98693 Ilmenau



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • DE DE 10 2016 104 510.1 erteilt

Stichworte

Kalender, Sharing, Kalenderdaten, Broadcast, Teilnehmer, Termin, lokal, Meeting, Folgetermin, Smartphone, mobil, mobiles Endgerät, Kommunikation, Bluetooth, Bluetooth-Standard, Advertisment,

Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr