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Schneidperle für ein Sägeseil


Kurzfassung

Die Erfindungen betreffen eine Schneidperle für ein Sägeseil und ein Verfahren zur Herstellung eines Sägeseils.

 

 


Hintergrund

Sägeseile werden zum Trennen von Stein, Beton, Stahl und künstlichen Gesteinen (Mauerwerken) eingesetzt. Gegenüber den übrigen Sägeverfahren ist das Seilsägen durch hohe Flexibilität und die großen erreichbaren Schnittlängen gekennzeichnet. Sägeseile bestehen aus einem Trägerseil, auf dem Schneidperlen angebracht sind und werden üblw. als Endlos-Seile betrieben. Um eine trennende Wirkung zu erzielen, werden die Seile unter Zugspannung gehalten und entlang des Werkstücks geführt. Aufgrund der angewandten Trenn-Technologie mit geometrisch unbestimmter Schneide erreichen derzeitige Sägeseile nur geringe Abtragsraten. Die technologiebedingten hohen Schnittgeschwindigkeiten und die Trennung mit geringen Zustellungen verursachen eine erhöhte Staubentwicklung.


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Lösung

Durch die Bestückung von Sägeseilen mit geometrisch bestimmten Schneidelementen aus hochharten Schneidstoffen kann die Zeitspanfläche, d.h. der Querschnitt der pro Zeiteinheit getrennt wird, signifikant erhöht werden. Daher können Werkstücke in reduzierter Zeit gesägt werden. Die neuartigen Schneidperlen bzw. Sägeseile bringen die eingebrachte Energie unmittelbar in den Trennprozess ein und mindern bisher auftretende Reibungsverluste. Dabei sinkt der spezifische Kraftbedarf zum Trennen des Werkstücks, wodurch die Energieeffizienz des Prozesses signifikant gesteigert wird und gleichzeitig ein schonender Einsatz des Schneidstoffs gelingt.

 

Eine generelle Machbarkeitsanalyse ist mit einzelnen Schneidperlen zum Trennen von Marmor, Sandstein und Granit durchgeführt worden. Zur Versuchsdokumentation sind Kraftmessungen sowie mikroskopische Aufnahmen und Verschleißuntersuchungen aufgezeichnet und ausgewertet worden. In dieser Anwendung konnte die Zeitspanfläche gegenüber dem Stand der Technik auf das 18-fache erhöht werden. Durch die größere Zustellung pro Schneidperle ist zudem die Feinstaubentwicklung geringer, was die neu entwickelten Werkzeuge besonders für den Rückbau von bspw. Atomkraftwerken attraktiv macht.

 

 

 


Vorteile

  • Die neuartige Schneidperle und das gebildete Sägeseil erreichen eine hohe Zeitspanfläche bei gleichzeitig geringem Werkzeugverschleiß
  • Gesteigerte Zeitspanfläche infolge eines deutlich erhöhten Vorschubs
  • Minderung der spezifischen Bearbeitungskräfte und des Energiebedarfs
  • Längere Seil-Wechsel-Intervalle u. geringere Stillstandzeiten d. Seilsägemaschine
  • Geringere Staubentwicklung und Umweltbelastungen
  • Verringerung des Schnittverlaufs aufgrund exakterer Führung im Schnittkanal
  • Anwendbar auf bestehende Sägeseile (herstellerunabhängig)

    Anwendungsbereiche

    • Immobilien-, Bau- und Handwerkerbereich sowie in be- und verarbeitenden Betrieben der Steinwaren-/ Glas-, Keramik- und Metall-Industrie
    • Werkzeugentwicklung

    GINo Gesellschaft für Innovation Nordhessen mbH

    Ute Emde
    0561/804-1985
    emde@gino-innovativ.de
    www.gino-innovativ.de
    Adresse
    Universitätsplatz 12
    34127 Kassel



    Entwicklungsstand

    Machbarkeit


    Patentsituation

    • DE 10 2015 109 432 erteilt
    • EP 16 726 588.3 anhängig
    • US 15/837,448 anhängig
    • DE DE 10 2019 121 435.1 anhängig

    Kontakt | Geschäftsstelle

    TransferAllianz e. V.
    Christiane Bach-Kaienburg
    (Geschäftsstellenleiterin)

    c/o PROvendis GmbH
    Schloßstr. 11-15
    D-45468 Mülheim an der Ruhr