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Verfahren zur Herstellung von Sternpolymeren

Ref-Nr: TA-UMZ388


Kurzfassung

Die Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung von Sternpolymeren zur Verfügung. Hierbei werden mittels lebender anionischer Polymerisation Arme synthetisiert und mit einem Kern, der durch Methylengruppen voneinander beabstandete funktionelle Kupplungsgruppen enthält, konjugiert.


Hintergrund

Sternpolymere sind im Stand der Technik bekannt und finden Anwendung als thermoplastische Elastomere in Verpackungen, Beschichtungen, Folien und spritzgegossenen Formkörpern. Sie enthalten beispielsweise Blöcke aus Monomeren wie Styrol und Butadien und besitzen eine hohe Transparenz, Zähigkeit und Festigkeit. Darüber hinaus sind sie mischbar mit handelsüblichem Polystyrol unter Beibehaltung der Transparenz. Neben den genannten technischen Anwendungen werden Sternpolymere auch zunehmend in der Biomedizin und für den pharmakologischen Wirkstofftransport und dessen kontrollierte Freisetzung eingesetzt.


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Problemstellung

Die Synthese von Sternpolymeren mittels "lebender" anionischer Polymerisation nach der
sogenannten "Arm-first"-Methode ermöglicht eine unabhangige Charakterisierung des "Polymer-Arms" vor der Kupplung an einen als Sternzentrum fungierenden Kern. Allerdings mussen bei der "Arm-first"-Methode die "lebenden" Polymerarme in der Regel in einem Überschuss von 1,2 bis 1,8 Aquivalenten zugegeben werden, um Sternpolymere mit hoher Funktionalitat zu erhalten. Nach Terminierung der Reaktion liegt daher eine Mischung aus Sternpolymeren unterschiedlicher Funktionalitäten und überschüssigen Polymer-Armen vor. Um das gewünschte Produkt zu isolieren, muss unter hohem Aufwand fraktioniert werden.


Lösung

Das erfindungsgemäße Verfahren beruht auf einer schnellen, stöchiometrischen und nahezu
quantitativen Kupplung von "lebenden" anionischen Polymeren an einen Kern mit Silylter-minierten Kupplungsstellen mit Alkyl-Spacern. Die Kupplung "lebender" carbanionischer
Polymerketten mittels Chlorsilan-Kupplungsreagenzien mit Methylen-Spacern und mehreren
Monochlorsilylgruppen ist im Stand der Technik nicht bekannt. Mit diesem Verfahren ist die Herstellung wohldefinierter Sternpolymere möglich.


Vorteile

  • Keine Aufwendige Isolation des Sternpolymers durch Fraktionierung.
  • Quantitative stöchiometrische Synthese wohldefinierter Sternpolymere.

Anwendungsbereiche

Herstellung thermoplastischer Polymere, insbesondere für Verpackungen, Beschichtungen, Folien, spritzgegossene Formkörper und biomedizinische Produkte.


Service

Es werden exklusive und nichtexklusive Lizenzen für die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie für die Herstellung und den Vertrieb der erfindungsgemäßen Substanzen angeboten. Optionsverträge zur Evaluierung der Technologie sind möglich.


IMG Innovations-Management GmbH

Dr. Marcus Kaltwasser
+49 6131 17-9970
kaltwasser@img-rlp.de
www.img-rlp.de
Adresse
Obere Zahlbacher Straße 63
55131 Mainz



Entwicklungsstand

Labormuster


Patentsituation

  • DE 102018122077.4 anhängig
  • PCT /EP2019/073330 anhängig

Stichworte

Sternpolymere, thermoplastische Elastomere

Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr