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Kunsttuffstein

Ref-Nr: TA-GINo204


Kurzfassung

Gegenstand der vorliegenden Technologie ist ein künstlich hergestellter Tuffstein, bestehend aus einem Gemisch aus einem Leim und einem gebrochenen Tuffstein, welcher als Ersatz für den natürlichen Tuffstein dienen soll und zudem verbesserte Eigenschaften aufweist.


Hintergrund

Tuffstein kommt in der Natur in den unterschiedlichsten Qualitäten vor. Da Tuffstein aufgrund seiner Konsistenz leicht zu bearbeiten ist, wurde er bereits vor mehreren hundert Jahren als Baustoff verwendet, insbesondere auch zur Herstellung von heutigen Baudenkmälern. Die Verwendung von Tuffstein bringt allerdings mehrere Nachteile mit sich. Zwar ist Tuffstein leicht zu bearbeiten, allerdings ist er auch stark Wasser anziehend sowie stark Hohlraum bildend. Das heißt, dass Wasser auch in tiefere Gesteinsschichten eindringt, mit der Folge, dass es im Winter bei Frost zu großflächigen, mehreren zentimetertiefen Abplatzungen am Gestein kommt. Zur Restauration wird in alten Steinbrüchen Tuffstein abgebaut. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass es nur eine geringe Anzahl von Steinbrüchen gibt, in denen Tuffstein abgebaut werden kann, der sich als Baumaterial eignet.


Bilder & Videos


Lösung

Die vorliegende Technologie beschreibt ein Verfahren, dass aus vorhandenen Gesteinen geeignete Ersatzmaterialien herstellt, die in ihren Eigenschaften dem Ursprungsmaterial in Bezug auf Farbe, Wasseraufnahme, E-Modul, Festigkeit und Witterungsbeständigkeit stark ähneln und darüber hinaus verbesserte Eigenschaften aufweisen. Dazu wird das vorliegende Gestein auf Korngröße gebrochen, um daraus einen Beton herzustellen. Unter anderem wird ein Luftporenbildner hinzugefügt. Unter einem Luftporenbildner wird ein Mischöl verstanden, das hauptsächlich aus wasserlöslichen Seifen bestimmter Harze und aus organisch-synthetischen Stoffen besteht. Durch einen verhältnismäßig hohen Anteil an Luftporen wird nun erreicht, dass die Kapillarbildung durch die Luftporen, mithin auch der Transport von Feuchtigkeit, zumindest wesentlich vermindert wird. Um das Ersatzmaterial vor allem als Ortbeton und Baustellenmischung einsetzen zu können, wird neben den natürlichen Ausgangsstoffen Tuffstein und Basalt das Bindemittel, die Zusatzstoffe einschließlich der farblichen Anpassung, die Zusatzmittel und das Wasser als Compound, bestehend aus einer Pulver- und einer Flüssigkomponente, zugegeben.


Vorteile

  • Individuelle Herstellung des Natursteins Tuff, der in Steinbrüchen nur sehr begrenzt zur Verfügung steht.
  • Geringere Herstellungskosten.
  • Verbesserung der mechanischen und physikalischen Eigenschaften des Steins.
  • Kostenersparnis durch den Wegfall der zusätzlichen Ver- und Bearbeitung.
  • Der Porenanteil ist bereits so hoch, dass es zu keinen oder nur zu geringfügigen Abplatzungen unter Frosteinwirkung kommt.
  • Die einzelnen Luftporen wirken außerdem wie kleine Ausgleichshohlräume welche, die Ausdehnung des Wassers im Stein bei Frost aufzunehmen.

Anwendungsbereiche

Restauration von historischen Gebäuden


GINo Gesellschaft für Innovation Nordhessen mbH

Ute Emde
0561/804-1985
emde@gino-innovativ.de
www.gino-innovativ.de
Adresse
Universitätsplatz 12
34127 Kassel



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • DE 10 2010 022 649 erteilt

Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsführerin)

c/o TransMIT GmbH
Kerkrader Straße 3
D-35394 Gießen