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Depotsystem zur kontrollierten Freisetzung von Probiotika für dentale Anwendungen


Kurzfassung

Die Erfindung betrifft ein Probiotika enthaltendes Depotsystem für dentale Anwendungen, ein dazugehöriges Herstellungsverfahren sowie die Verwendung dieses Depotsystems.


Hintergrund

Mit etwa 11,5 Millionen Betroffenen in Deutschland gilt Parodontitis als Volkskrankheit. Besonders alarmierend ist diese hohe Zahl vor dem Hintergrund, dass Parodontitis zu den häufigsten Ursachen für einen Zahnverlust gehört.


Problemstellung

Als eine der Hauptursachen für Parodontitis gelten pathogene Keime im Mundraum. Im Rahmen der Therapie werden daher manchmal antibiotische Wirkstoffe eingesetzt, die neben pathogenen Mikroorganismen jedoch auch die physiologische Mikroflora beeinträchtigen.

Eine Therapieoption zur Bekämpfung der Parodontitis, die diesen unerwünschten Effekt umgeht, stellt die Modifizierung des Biolfilms durch nicht-pathogene Bakterien dar. Diese so genannten Probiotika werden aktuell vorwiegend als Kautabletten und als Gel angewendet. Doch auch hier bestehen Nachteile, da diese Darreichungsformen keine Depotwirkung aufweisen und zudem nicht ohne weiteres lokal applizierbar sind.


Lösung

Kern der vorliegenden Erfindung ist ein Depotsystem, das eine kontrollierte Freigabe von Probiotika zur Modifizierung des Biolfilms bei dentalen Anwendungen ermöglicht, zum Beispiel im Rahmen der Behandlung einer Parodontitis. Die Probiotika sind in Alginatpartikeln eingebettet, die wiederum mit dem Vernetzungsmittel ELA-NCO3 miteinander vernetzt sind. Die Alginatpartikel dienen gleichzeitig als Nahrungsquelle für die probiotischen Bakterien und gewährleisten damit deren Überleben. Dadurch lässt sich der Wirkstoff durch das entwickelte System mittels einer einmaligen Behandlung applizieren und eine gezielte lokale Wirkung über einen längeren Zeitraum von bis zu 14 Tagen erzeugen. Das Präparat ist degradabel und wird kurz- beziehungsweise mittelfristig abgebaut, was einen erneuten Arztbesuch des Patienten zur Entfernung des Präparates entbehrlich macht.

 

3Reaktionsprodukt aus 1,2-Ethylenglykol-bis(dimilchsäure) und 1,6-Hexamethylendiisocyanat

 

 


Vorteile

  • lokalisiert wirkendes Depotsystem zur Behandlung von Parodontitis durch kontrollierte Freisetzung von Probiotika
  • Wirkungsdauer von bis zu 14 Tagen
  • einmalige Verabreichung ausreichend

Anwendungsbereiche

Pharmazie, Zahnheilkunde, Biomaterialien


Service

Das deutsche Patent ist anhängig. Es werden Unternehmen für die kommerzielle Nutzung sowie für Entwicklungskooperationen gesucht.


Universität Rostock Service GmbH

Dipl.-Ing. Lars Worm
+49 381 498-9803
lars.worm@uni-rostock.de
www.verwertungsverbund-mv.de
Adresse
Parkstraße 6
18057 Rostock



Entwicklungsstand

Idee


Patentsituation

  • DE anhängig

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsführerin)

c/o TransMIT GmbH
Kerkrader Straße 3
D-35394 Gießen