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Lärmarme und verschleißfeste Betonfahrbahndecke

Ref-Nr: TA-235


Kurzfassung

Die vorliegende Technologie beschreibt eine Betonfahrbahndecke aus ultrahochfestem Beton mit einer in die obere Nutzschicht versehenen Prägung.


Hintergrund

Betonfahrbahndecken werden vor Ort mit einem Betonstraßenfertiger aus Frischbeton kontinuierlich hergestellt. Die Oberfläche wird unmittelbar hinter dem Betondeckenfertiger noch im frischen Zustand mit einem Besen, einem Kunstrasen oder durch Aufbringen eines Erhärtungsverzögerers so texturiert, dass sie möglichst griffig ist und dass gleichzeitig beim Überrollen der Fahrzeuge möglichst wenig Lärm erzeugt wird. Der Wirkung dieser Maßnahme ist begrenzt. Sie hängt u.U. von der Dicken und der Qualität der bei der Verdichtung des Betons an der Oberfläche weitgehend zufällig und wenig beeinflussbar entstehenden Feinmörtelschicht ab. Dementsprechend ist auch die eingebrachte Textur örtlich unterschiedlich ausgeprägt und wirksam. Die Feinmörtelschicht ist zudem weniger fest als der eigentliche Beton und wird vom Verkehr früher oder später abgetragen. Mit teuren Maßnahmen muss die Oberfläche oft bereits nach wenigen Jahren neu texturiert werden.


Lösung

Bei der neu entwickelten Technologie wird auf die zuvor eingebrachte Betonfahrbahndecke eine rd. 20 - 30 mm dünne, leicht prägbare und besonders verschleißfeste Nutzschicht aus hoch- oder ultrahochfestem Beton auf den zuvor eingebauten tragenden Deckenbeton aufgebracht. Dies kann vor Ort frisch-in-frisch mit einem geeigneten Einbaugerät geschehen. Anschließend wird die noch frische Oberfläche entweder herkömmlich texturiert oder es wird eine spezielle, besonders lärmmindernde Textur eingeprägt. Für schnelle Instandsetzungen oder für die Lärmminderung im innerstädtischen Bereich kann die Nutzschicht auch entkoppelt von der eigentlichen Deckenherstellung und weitgehend unbeeinflusst von den stark wechselnden Bedingungen auf der Baustelle in einem Betonfertigteilwerk als dünne, leichte Platte vorgefertigt werden. Sie besteht dann aus mit Fasern, metallischen Maschengeweben oder textiler Bewehrung bewehrtem, duktilem hoch- oder ultrahochfestem Beton. Die Textur wird beim Betonieren eingeprägt indem ein Negativ der Textur in die Schalung eingelegt oder eingefräst wird. Die Abmessungen der Platten kann auf das Fugenraster der Betonfahrbahndecke abgestimmt werden. Die Platten werden auf der Baustelle mit einem mobilen Kran auf den erhärteten Beton aufgelegt und mit diesem durch geeignete mechanische Verbundmittel und/oder durch Verkleben fest und dauerhaft verbunden.

Die Nutzschicht aus ultra-hochfestem Beton ist zudem so gefügedicht, dass praktisch kein Chlorid und keine Alkalien aus dem Tausalz in die darunter liegende Fahrbahndecke eindringen. Dies ermöglicht z.B. korrosionbeständige durchgehend bewehrte Betonfahrbahnen oder ggf. auch den Deckenbeton mit weniger alkalibeständigem Gestein kostengünstiger herzustellen.


Vorteile

  • Optimale Lärmreduzierung für Betonfahrbahnen während der gesamten Lebenszeit durch eine Nutzschicht mit gezielt eingeprägter Oberflächentextur.

  • Schutz des tragenden Deckenbetons gegen Chlorid und Alkalien. Ermöglicht durchgehend bewehrte Betondecken und es können ggf. preisgünstigere Gesteine verwendet werden, die bislang wegen ihrer Alkaliempfindlichkeit ausgeschlossen werden mussten.
  •  Leichte und preiswerte Sanierung bestehender Betonfahrbahnen mit filigranen Fertigteilplatten.

GINo Gesellschaft für Innovation Nordhessen mbH

Ute Emde
0561/804-1985
emde@gino-innovativ.de
www.gino-innovativ.de
Adresse
Universitätsplatz 12
34127 Kassel



Entwicklungsstand

Teststadium


Patentsituation

  • DE EP000002466007B1 erteilt
  • CH erteilt
  • FR erteilt
  • NL erteilt
  • AT erteilt

Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsführerin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr