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Biologische Abwasserreinigung

Ref-Nr: TA-GINo095


Kurzfassung

Die vorliegende innovative Technologie betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur biologischen Abwasserreinigung in Kläranlagen.


Hintergrund

Bekannt sind konventionelle Belebungsverfahren, bei welchen die Reinigungsleistung im biologischen Teil der Kläranlage durch belebten Schlamm erbracht wird. Um den belebten Schlamm im System zu halten, ist jedoch ein hoher Energieeinsatz für die Rezirkulation des in der Nachklärung sedimentierten, belebten Schlammes erforderlich. Das Gleiche gilt für das Membran-Bioreaktor-(MBR-)Verfahren, sofern die Filtrationsmodule in separaten Membranbecken installiert sind. Die zurück zu fördernden Rezirkulationsströme können Werte von bis zu 500%, bezogen auf den Kläranlagenzulauf, erreichen.


Bilder & Videos


Lösung

Gegenstand der geschützten Technologie ist eine Vorrichtung, bei der im Ablaufbereich eines Belebungsbeckens BB vor einem Nachklärbecken NKB (Belebungsverfahren) oder einem separaten Membranbecken MB (MBR-Verfahren) das ablaufende Gemisch aus Abwasser und belebtem Schlamm einer unvollständigen Fest-/ Flüssigtrennung unterzogen wird. Es verbleibt abgetrennter belebter Schlamm im BB, während die flüssige Phase inkl. der nicht abgetrennten Inhaltsstoffe zum NKB oder MB abgeleitet wird. Infolge der unvollständigen Fest-/Flüssigtrennung reduziert sich die Feststoffkonzentration im Zulauf zu NKB/MB gegenüber der Feststoffkonzentration im BB. Der somit bereits zurückgehaltene Anteil an belebtem Schlamm muss anschließend nicht unter hohem Energieeinsatz aus dem NKB oder dem MB rezirkuliert werden. Das innovative Verfahren ist für bestehende Abwasserreinigungsanlagen zum Zwecke der Ertüchtigung und Energieoptimierung einfach nachrüstbar, so dass kostenintensivere Maßnahmen vermieden werden können.


Vorteile

  • Aufgrund des partiellen Feststoffrückhaltes lassen sich die Energiekosten zur Schlammrezirkulation (Pump-Energie) sowohl beim Belebungsverfahren als auch beim Membran-Bioreaktor-(MBR-)Verfahren reduzieren.
  • Die geringere im Kreislauf zuführende Rücklaufschlammmenge begünstigt die Einhaltung des verfahrenstechnisch vorteilhaften plug-flow-Prinzips. Beim Belebungsverfahren wird eine vorhandene Nachklärung hydraulisch entlastet bzw. eine neu zu errichtende Nachklärung kann kleiner dimensioniert werden.
  • Eine geringere Menge belebten Schlammes wird zur Nachklärung abgeleitet, was zu einem verbesserten Absetzen des belebten Schlammes und somit einer erhöhten Betriebssicherheit führt.
  • Beim Membran-Bioreaktor-(MBR-)Verfahren stellt die unvollständigen Fest-/Flüssigtrennung zum Schutz der Membranfiltration eine vollständige Barriere gegenüber faserigen Abwasserinhaltsstoffen und Verzopfungen dar.

Anwendungsbereiche

Kläranlagentechnik


GINo Gesellschaft für Innovation Nordhessen mbH

Ute Emde
0561/804-1985
emde@gino-innovativ.de
www.gino-innovativ.de
Adresse
Universitätsplatz 12
34127 Kassel



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • US 8,179,690 erteilt

Stichworte

MBR_-System, Belebungsverfahren, Rezirkulation, Belebtschlamm,

Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr