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Behandlung von ZIP9-assoziierten Erkrankungen mit Hilfe von Tetrapeptiden

Ref-Nr: TA-TM1095


Kurzfassung

Osteoporose, myodegenerative Erkrankungen sowie männliche Infertilität werden allgemein – je nach Ursache – z. B. durch medikamentöse Gaben von Testosteron oder Testosteron-Derivaten behandelt. In dieser Art der Behandlung ist auch  der klassische nukleare Androgen-Rezeptor (AR) eingebunden, sodass es zu  einer Vielzahl ungewollter Nebenwirkungen, bedingt durch die hormonelle Aktivität kommt (z.B. Hirsutismus, Virilisierung, Bluthochdruck, Reduktion der Spermienzahl und vieles mehr).


Hintergrund

Diese sowie auch weitere Erkrankungen basieren auf Fehlfunktionen von Kör-perzellen, die (auch) den ZIP9-Rezeptor aufweisen (Osteoblasten, Myoblasten, Sertoli-Zellen u.a.), einen membrangebundenen Testosteron-Rezeptor von physiologischer und pathophysiologischer Signifikanz. Von an diesen Rezeptor bindenden Wirkstoffen kann daher erwartet werden, dass sie, anders als Testosteron oder Testosteron-Derivate, keine der oben genannten, AR-vermittelten Nebenwirkungen auslösen.


Bilder & Videos


Lösung

An der Justus-Liebig-Universität wurden bei der Suche nach entsprechenden Wirkstoffen mittels molekültheoretischer Berechnungen Tetrapeptide identifiziert, die an den ZIP9-Rezeptor binden, und deren Auswirkungen auf die betreffenden Zellen wurden untersucht. Dabei wurden therapeutische Effekte gefunden.


Vorteile

Da die konzipierten Tetrapeptide nur an den ZIP9-Rezeptor binden, und nicht an den Androgen-Rezeptor, weisen sie nicht die mit der androgenen Wirkung von Testosteron verbundenen Nebenwirkungen auf.

Darüber hinaus sind sie auch einfacher herstellbar und lagerungsstabiler als etwa zum Beispiel Peptidhormone wie etwa Parathormon, einem weiteren bei der Behandlung von Osteoporose eingesetzten Wirkstoff.


Anwendungsbereiche

Anwendungsfelder der Tetrapeptide, etwa des Tetrapeptids „Isoleucin-Alanin-Prolin-Glycin“, sind somit die Behandlung diverser Erkrankungen, in die ZIP9-exprimierende Zellen involviert sind, etwa Osteoporose und Muskelschwund sowie weitere Erkrankungsbilder.


TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH

Anouschka Ulherr
0641 946434
anouschka.ulherr@transmit.de

Adresse
Kerkrader Str. 3
35394 Gießen



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • EP anhängig

Stichworte

Osteoporose, Osteopathie, Muskelschwund, Myopathie, Muskelatrophie/Amyotrophie, Infertilität

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsführerin)

c/o TransMIT GmbH
Kerkrader Straße 3
D-35394 Gießen