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Doping mit Wachstumshormon - zuverlässig nachgewiesen durch Massenspektrometrie


Kurzfassung

Höher, schneller, weiter… Dieses Motto ist Ansporn vieler Leistungssportler, um noch größere Höchstleistungen zu erbringen. Leider beschränken sich manche Athleten dabei nicht bloß auf präzise abgestimmtes Training und Ernährung, sondern greifen zu unerlaubten leistungssteigernden Substanzen. Die neue massenspektrometrische Analysemethode der PTB verspricht mehr Zuverlässigkeit im Nachweis von Doping mit Wachstumshormon.


Hintergrund

Menschliches Wachstumshormon (hGH) ist eine körpereigene Substanz, die in natürlichem Rhythmus innerhalb weniger Stunden zwischen sehr niedrigen und höheren Werten (im Se-rum etwa 0,1-30 ng/mL) im Körper variiert. Eine erhöhte hGH-Konzentration allein eignet sich daher höchstens bedingt als Befund zum Doping-Nachweis. Vielmehr macht man sich die Tatsache zunutze, dass bei Einnahme der klassischen hGH-Doping-Variante (22-kDa-hGH), das natürliche Verhältnis der körpereigenen hGHs charakteristisch gestört wird. Die von der WADA zugelassenen Testverfahren werden von beschuldig-ten Athleten vor Gerichten angezweifelt.


Lösung

Die Besonderheit des neuen PTB-Verfahrens besteht darin, dass die einzelnen Varianten des Wachstumshormons prak-tisch zweifelsfrei anhand ihrer massenspektrometrischen „Fingerabdrücke“ unterschieden und die Mengenverhältnisse auch an der Untergrenze der natürlichen Konzentration noch zuverlässig genug bestimmt werden können. Dazu werden spezifische Abschnitte ausgewählter anderer hGH-Formen ebenso vermessen und in das Verhältnis zu 22kDA hGH ge-setzt. Eine „Verwechslung“ ähnlicher im Körper vorkommen-der Protein-Moleküle ist somit, nicht mehr möglich. Das Verfahren besteht aus verschiedenen Nachweisroutinen und ermöglicht erstmals Massenspektrometer zum sicheren Nachweis von Doping mit hGH einzusetzen.


Vorteile

  • signifikant verbesserter Nachweis von hGH im relevanten Konzentrationsbereich von 0,1-30 ng/mL
  • Validierung unsicherer Ergebnisse anderer Untersuchungsmethoden

 

 



Dr. Bernhard Smandek
+49 531 592 8303
technologietransfer@ptb.de
www.wtz-west.at
Adresse
Physikalisch-Technische Bundesanstalt; Bundesallee 100
38116 Braunschweig



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