Skip to main content

ZEITAUFGELÖSTE FLUORESZENZ- UND REFLEXIONSBILDER AN DREIDIMENSIONALEN OBERFLÄCHEN


Kurzfassung

Forscher der TU Ilmenau und des Universitätsklinikums Jena haben gemeinsam ein neuartiges Verfahren zur Bestimmung und Auswertung zeitaufgelöster Fluoreszenz- bzw. Reflexionsbilder an ausgedehnten dreidimensionalen Oberflächen entwickelt.


Hintergrund

Bei Messungen der Fluoreszenz-Lebensdauer von ausgedehnten Objekten treten Unterschiede in der zurückzulegenden optischen Weglänge für Mess- und Fluoreszenzstrahlen verschiedener Orte des Objektes auf. Diese Unterschiede in der Laufzeit des Mess- und Fluoreszenzlichtes führen zu Fehlern in der berechneten Fluoreszenz-Lebensdauer. Ziel der Erfindung ist die Bestimmung dieser Laufzeitunterschiede (Shifts) und deren Einbeziehen in die Berechnung der Fluoreszenz-Lebensdauer, sodass bei beliebig zur optischen Achse ausgerichteten Objekten an jedem Objektort die exakten Fluoreszenz-Lebensdauern bestimmt werden können.


Bilder & Videos


Lösung

Forscher des Fachgebietes Biomedizinische Technik der TU Ilmenau und des Universitätsklinikums Jena haben gemeinsam ein neuartiges Verfahren zur Bestimmung und Auswertung zeitaufgelöster Fluoreszenz- bzw. Reflexionsbilder an ausgedehnten dreidimensionalen Oberflächen entwickelt. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die zeitaufgelösten Fluoreszenz- oder Reflexionssignale je Bildpunkt analysiert und der zeitliche Versatz zum Anregungsstrahlaustrittspunkt bzw. Detektionsstrahleintrittspunkt (aufgrund unterschiedlicher Entfernung vom Anregungs- und/oder Detektionsort) bestimmt wird. Die Datenanalyse erfolgt mit der eigens entwickelten FLIMX-Software-Toolbox (www.flimx.de). 

Die Erfindung kann u. a. in multimodalen Diagnosegeräte, z. B. strukturell (Ultraschall, Computertomographie) oder funktionell (EEG, Nahinfrarotspektroskopie), integriert werden.


Vorteile

Ein Vorteil der Erfindung besteht in der Möglichkeit, Oberflächenstrukturen von ausgedehnten Objekten zu bestimmen, die sich in nicht mechanisch zugänglicher Umgebung befinden. Wesentlich ist dabei, dass die unbekannten optischen Eigenschaften von Medien, die sich vor dem zu untersuchenden Objekt befinden, ohne Einfluss sind, da diese in gleicher Weise die Signallaufzeit an den verschiedenen Orten des Objektes beeinflussen. So ist in der Fernerkundung durch diese Differenzmessung eine exakte Höhenmessung von Objekten möglich.


Anwendungsbereiche

Anwendungsgebiete der Erfindung sind einerseits die Messungen der zeitaufgelösten Fluoreszenz an medizinischen Objekten, bspw. am Augenhintergrund und andererseits die Messungen von Objektoberflächen in schwer zugänglichen Räumen, bspw. explosionsgeschützten Kammern während industrieller Prozesse oder bei der satellitengestützten Fernerkundung. 


PATON | Patentmanagement Thüringer Hochschulen

Jana False
03677 69 4589
jana.false@tu-ilmenau.de
www.paton.de
Adresse
Langewiesener Str. 37
98693 Ilmenau



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • DE 10 2014 017 006 anhängig

Stichworte

Fluoreszenz, Reflexion, 3D, FLIM, FLIMX

Kontakt | Geschäftsstelle

TechnologieAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr