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Verfahren zum Behandeln eisenhaltiger Titanrohstoffe


Kurzfassung

Gegenstand der Erfindung ist ein neuer Reaktionsmechanismus, bei dem natürliche eisenhaltige Titanminerale mit Dünnsäure (40%) bei 50°C teilreduzierend in Gegenwart von atomarem Wasserstoff gelöst werden können. Nach Abtrennung des Eisens durch Kristallisation kann ein TiO2-Konzentrat als Vorstoff für die Titanlegierungsherstellung gewonnen werden.


Hintergrund

Eisenhaltige Titanrohstoffe werden üblicherweise mit 98%iger Schwefelsäure bei 250°C aufgeschlossen, um ein TiO2-Konzentrat zu erhalten, das für die Metallgewinnung geeignet ist.


Bilder & Videos


Problemstellung

Nachteilig ist der außerordentlich hohe Energiebedarf, die Vielzahl der Prozessstufen und das Entstehen von Dünnsäure, die mit einem mehrstufigen kostenaufwendigen Verfahren wieder aufkonzentriert werden muss.


Lösung

Bei dem neuen Verfahren werden Titanrohstoffe mit einem Metallzusatz, der unedler als Wasserstoff ist, agglomerierend vermahlen, so dass Briketts mit höchster Lagerungsdichte entstehen. Der bei Zugabe von verdünnter Schwefelsäure an den Kontaktflächen entstehende atomare Wasserstoff (in statu nascendi) führt zur partiellen Reduktion von vierwertigem zu dreiwertigem Titan, so dass eine spontane nahezu vollständige Auflösung bei 50°C und Umgebungsdruck erfolgt. In Abb. 1 ist das Verfahrensschema dargestellt.


Vorteile

  • Extraktion von Titan bei geringem Aufwand hinsichtlich Primärenergie und notwendiger Anlagentechnik
  • keine pyrometallurgische Vorbehandlung notwendig
  • Verfahren durchführbar mit niedrig konzentrierter Schwefelsäure (Abfallsäure)

Anwendungsbereiche

Abtrennung von Eisen durch Kristallisation zur Gewinnung eines TiO2-Konzentrats als Vorstoff für die Titanlegierungsherstellung


Service

Lizenz zur gewerblichen Nutzung Kooperation möglich


EZN Erfinderzentrum Norddeutschland GmbH

Dr.-Ing. Christoph Gaebel
0511 850 308-0
gaebel@ezn.de
www.ezn.de
Adresse
Theaterstraße 2
30159 Hannover



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • DE 102014206776A1 anhängig

Stichworte

eisenhaltige Titanrohstoffe, Titanminerale, Behandlung, Reinigung, Reaktionsmechanismus, Kristallisation, TiO2-Konzentrat, Titanlegierungsherstellung

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr