Skip to main content

Leichter Werkstein aus Porenbeton-Brechsand mit Zementstein-Bindung

Ref-Nr: TA-IW113


Kurzfassung

Recycling-Mauerstein weist gute Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften auf


Hintergrund

Gegenwärtig fallen ca. 700 Tsd. Tonnen Porenbeton-Abbruchmaterial (Porenbetonbruch) pro Jahr an. In den nächsten 20 Jahren wird das Aufkommen auf bis zu 1.5 Mio. Tonnen pro Jahr ansteigen. Porenbetonbruch muss heute deponiert werden. Eine Verwendung z.B. als Strassenbaustoff scheidet vor allem wegen der geringen Festigkeit und der mangelnden Witterungsbeständigkeit aus.


Bilder & Videos


Problemstellung

 

 


Lösung

Mit der vorliegenden Erfindung ist es erstmals gelungen, Mauersteine aus Porenbetonbruch herzustellen. Der Stein besteht aus bis zu 85% Porenbeton-Brechsand und einem zementären Bindemittel. Die Dichte des Steins liegt etwa bei 1,2 kg/dm3, er wird daher als Leichtstein bezeichnet. Zur Herstellung des Steins wird das bekannte Rüttelpressverfahren nutzt, das auch zur Produktion von Betonpflastersteinen verwendet wird. Der Stein weist gute Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften auf. Aufgrund fehlender Alternativen zur Deponierung von Porenbetonabfällen können für die Annahme zum Recycling hohe Preise erzielt werden. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Herstellungskosten der Mauersteine aus, so dass die Steine erwartungsgemäß zu günstigeren Preisen als traditioneller Porenbeton angeboten werden können. Die Erfindung ermöglicht ein wirtschaftlich und ökologisch sinnvolles Recycling von Porenbetonabfällen und entspricht daher den neuen Grundanforderungen an Bauwerke und den wesentlichen Merkmalen von Bauprodukten (EU Bauproduktenverordnung). Die Rezeptur und das Herstellungsverfahren wurden im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte zu einem Prototyp weiterentwickelt. Die Steine wurden industriell gefertigt und in einer Versuchsmauer verbaut. Die Mauer kann in der Materialprüfungsanstalt besichtigt werden. Mustersteine liegen als Anschauungsexemplare bereit. Bild 1: Prototyp des Leichtsteins Bild 2: Mikroskopie-Aufnahme: Querschnitt des Leichtsteins Bild 3: Wand mit Prototyp-Leichtsteinen und Recycling-Mörtel


Vorteile

  • leichter Werkstein im Vergleich zu Porenbeton: geringere Porosität, höhere Festigkeit und Rohdichte
  • Herstellung im Pressrüttelverfahren, ohne thermische Behandlung
  • Werksteine sind leichter als Kalksandstein, schwerer als Porenbeton und werden daher als Leichtstein bezeichnet.
  • Druckfestigkeit der Werksteine kann über Rezeptur und Produktionseinstellungen angepasst werden

Weitere Vorteile:

  • bekanntes und standardisiertes Herstellungsverfahren, daher können vorhandene Produktionsanlagen verwendet werden
  • einfaches Herstellungsverfahren, da keine thermische Behandlung notwendig ist 
  • attraktive Herstellungskosten für die Steine, da zusätzliche Einnahmen aus Annahme von Abbruchmaterial erzielt werden können 
  • Produkt für nachhaltiges Bauen im Sinne der seit Juli 2013 geltenden neuen Grundanforderungen an Bauwerke gemäß der EU Bauproduktenverordnung 
  • Marktvorsprung für Unternehmen, da aktuell keine Werksteine unter Verwendung von rezyklierten Porenbeton auf dem Markt verfügbar sind

Anwendungsbereiche

  • Mauersteine für Innenausbau und für Außenmauern 
  • Industrie- und Zweckbauten, Garagen 
  • Einsatz im Wohnungsbau

möglich Zielgruppen:

Baustoffhändler Hersteller von Werksteinen, die Pressrüttelverfahren anwenden


InnoWi GmbH

Dr.-Ing. Jens Hoheisel
0421 96007-15
jens.hoheisel@innowi.de
www.innowi.de
Adresse
Fahrenheitstraße 1
28359 Bremen



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • DE anhängig

Stichworte

Porenbetonrecycling, Mauersteine

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr