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Intelli-Drill - medizinisches Bohrverfahren

Ref-Nr: TA-UN388


Kurzfassung

Medizinisches Bohrverfahren mit integrierter Messung des Bohrkanals


Hintergrund

In Chirurgie und Orthopädie werden im Rahmen der Versorgung von Knochenbrüchen, aber auch bei der Korrektur von angeborenen oder erworbenen Fehlstellungen des Skelettsystems, Metallimplantate zur Stabilisation in den Knochen eingesetzt und mit diesem verschraubt (so genannte Osteosynthesen). Diese operativen Techniken der Knochenstabilisation werden allein in Deutschland pro Jahr hunderttausendfach und weltweit millionenfach durchgeführt.


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Problemstellung

Zur Versorgung von Knochenbrüchen oder bei der Korrektur von Fehlstellungen des Skelettsystems werden Metallimplantate mit dem Knochen verschraubt. In der Praxis wird dazu die Länge der erstellten Bohrlöcher mechanisch von Hand gemessen. Die Bedienung der Messlehre ist zeitraubend, umständlich und sehr fehleranfällig. Für den Heilungserfolg ist aber bedeutend, dass die Schrauben exakt zur Länge des Bohrkanals passen. Sofern sie bei den Röntgenkontrollen während der Operation erkannt werden, können falsche Schraubenlängen noch korrigiert werden. Zusätzliche Röntgenaufnahmen und wiederholte Korrekturen belasten dabei den Patienten und das medizinische Team. Ein Teil der fehlerhaft bestimmten Schraubenlängen bleibt jedoch unerkannt und gefährdet die Heilung.


Lösung

„Intelli-Drill“ bestimmt die Länge des Bohrkanals während der Bohrung präzise und in einem Arbeitsgang. Ein Körperschallsensor erfasst die Schwingungen, die beim Bohren durch die verschiedenen Schichten des Knochens auftreten und registriert, wann der Bohrer aus dem Knochen wieder austritt. Parallel zum Schwingungsprofil wird die zurückgelegte Wegstrecke aufgezeichnet. Die Strecke zwischen Aufsetzen des Bohrers und Austritt aus dem Knochen entspricht exakt der Länge des Bohrkanals. In Verifikationsversuchen an Schweineknochen wurde für die Bestimmung der Bohrkanallänge eine Messunsicherheit von insgesamt 0,3 mm erreicht. Ein Messschieber besitzt nur eine Auflösung von 1 mm.


Vorteile

  • Bohren und Messen in einem Arbeitsschritt
  • Einfache Messung der Bohrlochlänge
  • Durch hohe Genauigkeit (Messunsicherheit 0,3 mm) präzise Bestimmung der passenden Schrauben
  • Weniger Komplikationen während der OP und Reduzierung der Röntgenbelastung im OP
  • Verbesserter Heilungsprozess, weniger Revisionsoperationen, kürzerer Klinikaufenthalt
  • Kosteneinsparung durch geringeren Materialeinsatz von Schrauben und verkürzte Operationszeiten

Anwendungsbereiche

Allein in Deutschland werden jährlich hunderttausende dieser Eingriffe durchgeführt, weltweit viele Millionen. Die vorgestellte Methode kann in der Chirurgie oder in nicht-medizinischen Bereichen eingesetzt werden. Die Erfindung richtet sich an Hersteller von medizintechnischen Geräten und chirurgischen Instrumenten.


InnoWi GmbH

Tatjana Döring
0421 96007-19
tatjana.doering@innowi.de
www.innowi.de
Adresse
Fahrenheitstraße 1
28359 Bremen



Entwicklungsstand

Labormuster


Patentsituation

  • DE 102011111671B4 erteilt

Stichworte

Medizintechnik, Osteosynthese, Orthopädie, Chirurgie, Messtechnik, Körperschall

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr