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Fixierungsimplantat


Kurzfassung

Keramische Implantatschrauben für die Medizin


Hintergrund

Metallische Implantate wie Schrauben, die zur Behandlung von Knochenbrüchen oder Bänderrissen verwendet werden, können Allergien oder sogar Abstoßungsreaktionen hervorrufen. Deshalb werden metallbasierte Schrauben nach der Rekonstruktion oft vorsorglich wieder entfernt. Das macht eine zweite Operation erforderlich und belastet sowohl Patienten als auch das Gesundheitssystem. Medizinische Implantate, die eine bessere Körperverträglichkeit aufweisen und sogar resorbierbar sind, d. h. mit dem Knochen verwachsen, können diese Nachteile überwinden. Der keramische Werkstoff Hydroxylapatit eignet sich hervorragend für den Einbau in den Knochen, da er nahezu vollständig dem anorganischen Hauptbestandteil des Knochens entspricht. Medizinische Implantate aus Hydroxylapatit weisen nicht nur eine bessere Verträglichkeit auf, sondern können auch im Knochen verbleiben, wo sie fest mit dem Knochenmaterial verwachsen. Bisher war es jedoch nicht möglich, keramische Implantatschrauben in ausreichender mechanischer Stabilität herzustellen.


Bilder & Videos


Problemstellung

 

 


Lösung

Bremer Materialforscher haben eine Interferenzschraube zur Rekonstruktion eines Kreuzbandrisses mit einem speziellen Design auf Basis von Hydroxylapatit in ausreichender Härte entwickelt. Aufgrund der neuen keramikgerechten Geometrie der Schraube ist es möglich, diese durch einfache Druckbelastung in den Knochen einzudrehen. Das besondere Gewindeprofil eines Drallgewindes erlaubt es, die für das Versagen von Keramik kritischen Zugspannungen zu minimieren. Es existieren Prototypen, die im Rahmen eines Forschungsprojektes im Tiermodell getestet werden. Bild 1: Schematische Seitenansicht der Implantatschraube.


Vorteile

  • die neue Knochenschraube auf Basis von Hydroxylapatit besteht aus knochenähnlichem Material 
  • die neue Geometrie der Schraube ermöglicht es, Drehmomente zu vermeiden und somit der keramischen Schraube eine bessere Materialfestigkeit zu verleihen 
  • die Handhabung beim operativen Eingriff ist vereinfacht

zusätzliche Vorteile:

Die erfindungsgemäße Geometrie macht keramische Schrauben auf Basis von Hydroxylapatit für die medizinische Anwendung der Bandfixierung verfügbar. Das knochenähnliche Material verleiht der Knochenschraube eine bessere Körperverträglichkeit und gewährleistet, dass die Schraube vollständig mit dem Knochen verwachsen kann


Anwendungsbereiche

keramische Implantate


InnoWi GmbH

Dipl.-Biol. Birgit Funk
0421 96007-14
birgit.funk@innowi.de
www.innowi.de
Adresse
Fahrenheitstraße 1
28359 Bremen



Entwicklungsstand

Prototyp


Patentsituation

  • DE 10 2014 115457.6 anhängig
  • PCT WO2016/062307A1 anhängig

Stichworte

Biokeramische Implantate, Hydroxylapatit

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr