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Diabetes-Therapie mit Proteinkinase MST1

Ref-Nr: TA-UN460


Kurzfassung

Gezielte Hemmung der Proteinkinase MST1 als Therapie zur Behandlung von Typ1- und Typ2-Diabetes


Hintergrund

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Stoffwechselstörung, die zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Bei der Krankheit werden die Insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, die Beta-Zellen der Langerhans-Inseln, zerstört. Dadurch kommt es zu einem Mangel am blutzuckersenkenden Hormon Insulin und ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel ist die Folge. In Deutschland gibt es mehr als 7 Millionen Betroffene.


Lösung

Forscher der Molekularen Diabetologie der Universität Bremen haben nun ein Schlüsselprotein, Proteinkinase MST1, identifiziert, das für das Absterben der Insulinproduzierenden Zellen durch Apoptose (programmierter Zelltod) und damit für die Entstehung der Krankheit Diabetes verantwortlich ist. Dies gilt sowohl für die autoimmune Typ1-Form als auch für die von Alter und Fettleibigkeit abhängige Typ2-Form der Diabetes.

Die Wissenschaftler erforschen intensiv die Beteiligung der Proteinkinase MST1 an den apoptotischen Prozessen in den Beta-Zellen. Der MST1 kommt eine Schlüsselrolle in der Anregung spezifischer Signalweg-Kaskaden zu. In Experimenten konnte gezeigt werden, dass die MST1 Inhibierung die Entstehung sowohl von Typ1- als auch von Typ2-Diabetes verhindern kann. Die Beeinflussung der Proteinkinase MST1 ist damit ein vielversprechendes therapeutisches Ziel zur Entwicklung von geeigneten Therapien zur Behandlung beider Formen von Diabetes. In Labormodellen konnte gezeigt werden, dass die gezielte Hemmung von MST1 die Insulin-Sekretion aufrechterhalten und ein Fortschreiten der Krankheit verhindert werden konnte. Es sind Assays entwickelt, mit deren Hilfe durch In vivo- als auch In vitro–Tests gezeigt werden kann, welche MST1-Inhibitoren vor Diabetes schützen können.


Vorteile

  • Die Aufklärung der Rolle der MST1 bei der Entstehung der Apoptose bietet ein neues Ziel für einen effektiven Therapieansatz bei Diabetes.
  • Der Schutz der Beta-Zellen durch Hemmung der MST1 bietet die Möglichkeit, Diabetes gar nicht erst entstehen zu lassen bzw. nicht fortschreiten zu lassen.
  • Die Hemmung von MST1 führt zur Verhinderung einer Überzuckerung und zur besseren Glucose-Toleranz, wie erstmals im Mausmodell gezeigt werden konnte.

weitere Vorteile:

  • Die Behandlung von Diabetes und deren Folgekrankheiten (Nervenschädigungen, Durchblutungsstörungen der Beine und Füße, Augenschäden und Nierenschädigungen) bedeuten enorme Kosten für das Gesundheitssystem, die durch frühzeitige Behandlung und der Mög- lichkeit der Heilung der Krankheit verringert werden könnten.
  • Laut Diabetes-Atlas der International Diabetes Federation (IDF) leben in Deutschland etwa 7 Millionen Menschen mit Diabetes, Tendenz steigend. Dies zieht einen großen Bedarf an geeigneten und effizienten Therapiemöglichkeiten.
  • Wirksame Lösungen und innovative Ansätze zur Heilung von Diabetes sind derzeit Gegenstand des Interesses vieler Pharmaunternehmen.

Anwendungsbereiche

Pharmabranche, Behandlung von Diabetes mellitus


InnoWi GmbH

Dipl.-Biol. Birgit Funk
0421 96007-14
birgit.funk@innowi.de
www.innowi.de
Adresse
Fahrenheitstraße 1
28359 Bremen



Patentsituation

  • EP 14725728.1 anhängig
  • US 14/892,729 anhängig

Stichworte

Diabetestyp 1 und 2, Schutz der Beta-Zelle, Wirkstoffentwicklung

Angebot Anbieter-Website


Kontakt | Geschäftsstelle

TransferAllianz e. V.
Christiane Bach-Kaienburg
(Geschäftsstellenleiterin)

c/o PROvendis GmbH
Schloßstr. 11-15
D-45468 Mülheim an der Ruhr